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Chinas vernetzte Autos werden Sicherheits- und Geschäftsrisiko
Chinesische Elektroautos gewinnen in Europa schnell Marktanteile, vor allem wegen ihres Preisvorteils von bis zu 20 Prozent und moderner Technik. Gleichzeitig warnen das Bundesinnenministerium und Sicherheitskreise vor den Cyberrisiken der stark vernetzten Fahrzeuge. Die Autos sammeln permanent Standortdaten, Kamera- und Audiodaten sowie weitere Sensordaten. Damit geraten nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und kritische Infrastrukturen in den Fokus. Besonders für mittelständische Betriebe mit sensiblen Informationen wird die Herkunft der Fahrzeugtechnik damit zu einer strategischen Frage.
Polen reagiert bereits und verbietet chinesische Fahrzeuge auf Militärgelände und in der Nähe strategisch wichtiger Objekte. Dienstliche Smartphones dürfen dort nicht mehr mit Bordcomputern chinesischer Autos gekoppelt werden. In der EU konzentriert sich die Debatte bisher vor allem auf Zölle und Mindestpreise, während einheitliche Cybersicherheitsregeln für vernetzte Fahrzeuge fehlen und die Kontrollen hinter China zurückbleiben. Mittelständische Entscheider sollen daher eigenständig gegensteuern, etwa durch Beschränkung der Konnektivität zu Unternehmenssystemen, kritische Prüfung chinesischer Fahrzeugtechnik in Flotten sowie klare interne Richtlinien für den Einsatz vernetzter Autos an sensiblen Standorten.
Beleidigungen als Wachstumstreiber: Wie Glückspilz mit Hasskommentaren Reichweite gewinnt
Die westfälische Burgerkette Glückspilz mit sieben Filialen erzielt auf TikTok und Instagram regelmäßig Millionenaufrufe, obwohl sie nur regional tätig ist. Kern der Strategie von Geschäftsführer Umer Butt ist der offensive Umgang mit Hasskommentaren. Statt Kritik zu löschen, macht er sie zum Inhalt eigener Videos, reagiert selbstbewusst und transparent und führt damit einen öffentlichen Dialog, der hohe Aufmerksamkeit erzeugt. Ein Beispiel: Auf den Kommentar, das Unternehmen werde in zwei Jahren verschwunden sein, antwortete Butt per Video, zeigte den Kommentar offen und erklärte, er wolle nicht mit Menschen zusammenarbeiten, die dem Betrieb das Scheitern wünschen. Selbst die anschließende Drohung einer Anzeige nutzte er als weiteren Inhalt.
Die Resonanz des Publikums fiel positiv aus und die Beiträge wurden tausendfach geteilt. Parallel verfolgt Glückspilz ehrgeizige Wachstumsziele: 2026 soll der Umsatz zehn Millionen Euro erreichen, neue Filialen in Paderborn und Köln sind geplant. Für Entscheider im Mittelstand ist der Fall ein Beispiel dafür, wie authentische, mutige Kommunikation in sozialen Medien funktionieren kann. Kritik wird offengelegt, nicht versteckt, und in Geschichten verwandelt, die Menschen unterhalten und zum Gespräch anregen. Damit zeigt Glückspilz, dass kleinere Unternehmen Sichtbarkeit nicht nur über klassische Werbung, sondern über Haltung und Erzählkraft gewinnen können.
Europas Unabhängigkeit als Chance für den Mittelstand
Die EU richtet sich strategisch neu aus, um unabhängiger von den USA zu werden. Auslöser sind Zolldrohungen und sicherheitspolitische Risiken. Sicherheit rückt ins Zentrum der Wirtschaftspolitik. Europa investiert stärker in Verteidigung und will sich militärisch eigenständiger aufstellen, ohne die ohnehin hohe Staatsverschuldung weiter ausufern zu lassen. Für den Mittelstand bedeutet das ein sich veränderndes Umfeld mit neuen politischen Vorgaben und Prioritäten.
Gleichzeitig entstehen konkrete wirtschaftliche Chancen. Mit der Defence Readiness Roadmap 2030 steigen Verteidigungsbudgets, wovon insbesondere europäische Rüstungs- und Technologieunternehmen sowie mittelständische Zulieferer in Fertigung, Elektronik und Materialwissenschaften profitieren können. Parallel baut die EU wirtschaftliche Gegeninstrumente auf, setzt auf diversifizierte Lieferketten und neue Handelsabkommen, etwa mit Kanada, und fördert Infrastrukturprojekte über Global Gateway. Einheitlichere EU-Regeln bei Registrierung, Arbeitsrecht und Zertifizierungen sollen Verwaltungskosten senken. Der Übergang wird sich über Jahre ziehen. Unternehmen, die früh Abhängigkeiten prüfen, Lieferketten breiter aufstellen und neue Märkte erschließen, sind im Vorteil.
Deutsche Bahn zieht sich aus Auslandsgeschäften zurück
Die Deutsche Bahn schärft ihren Fokus deutlich auf den heimischen Schienenverkehr. Nach dem Verkauf der Tochter Arriva prüft der Konzern nun auch den Ausstieg aus außereuropäischen Zugaktivitäten wie DB International Operations, das unter anderem in Indien tätig ist. Strategisches Ziel ist es, Auslandsgeschäfte abzubauen und Kapital sowie Managementkapazität auf das Kerngeschäft in Deutschland zu lenken. Hintergrund sind Rekordinvestitionen in das deutsche Schienennetz und ein hoher Schuldenstand von rund 30 Milliarden Euro, der durch Verkaufserlöse spürbar sinken soll.
Der Arriva-Deal dient im Konzern als Warnsignal für die Risiken internationaler Engagements. Die Bahn hatte Arriva einst für 2,7 Milliarden Euro gekauft, erzielte beim Verkauf aber nur etwa 1,6 Milliarden Euro und reduzierte zugleich Verbindlichkeiten von gut einer Milliarde Euro. Nun steht auch der profitable Logistikdienstleister DB Schenker vor dem Verkauf. Parallel setzt die Bahn bei der europäischen Internationalisierung stärker auf Kooperationen statt auf eigene Beteiligungen. Ab 2025 soll ein neuer technischer Standard das länderübergreifende Ticketing erleichtern. Für mittelständische Unternehmen in Logistik, Industrie und Mobilität werden sich damit Schnittstellen, Partnerstrukturen und Investitionsschwerpunkte im Bahnumfeld spürbar verändern.
EU ermittelt gegen X wegen KI-Chatbot Grok
Die EU-Kommission hat ein formelles Verfahren gegen X eröffnet. Grund ist der KI-Chatbot Grok, der millionenfach sexualisierte Bilder von Frauen und Mädchen erzeugt haben soll, darunter zehntausende mutmaßliche Darstellungen Minderjähriger. X wird vorgeworfen, die Risiken der Technologie nicht vorab bewertet und dokumentiert zu haben, wie es der Digital Services Act vorschreibt. Der Chatbot war zunächst breit verfügbar und konnte Fotos so verändern, dass Personen knapp bekleidet oder nackt erschienen. Nach öffentlichen Skandalen und Sperren in Ländern wie Indonesien und Malaysia schränkte X den Zugang ein und ergänzte technische Schutzmaßnahmen.
Die Kommission kritisiert, dass die Risikoberichte von X zu Grok nahezu keine konkreten Informationen enthielten. Damit seien zentrale Pflichten zu Kinderschutz, Verhinderung illegaler Inhalte und Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt verletzt worden. Bei mangelnder Kooperation drohen X Geldbußen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Auch in Großbritannien laufen Ermittlungen wegen KI-generierter, nicht einvernehmlicher Intimbilder. Für mittelständische Unternehmen ist der Fall ein Warnsignal. Vor der Einführung von KI-Funktionen sind systematische Risikoanalysen und eine belastbare Dokumentation erforderlich. Nachträgliche Einschränkungen oder Bezahlbarrieren gelten aus Sicht der Aufsicht nicht als ausreichend.
Quellen
https://de.euronews.com/my-europe/2026/01/12/elektro-autos-china-eu-mindestpreise-strafzoelle
https://www.elektroauto-news.net/news/eu-china-mindestpreise-statt-strafzoelle
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/polen-china-autos-100.html
https://de.euronews.com/my-europe/2026/01/23/usa-donald-trump-groenland-eu-grenzen-unabhaengigkeit
https://www.thepioneer.de/originals/others/articles/eu-kommission-freihandels-update-fuer-2026
https://makronom.de/was-die-eu-im-jahr-2026-erwartet-50451
https://www.deutschlandfunk.de/kanada-eu-europaeische-union-zusammenbarbeit-buendnis-100.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/deutsche-abhaengigkeit-usa-100.html
Keine aktuelle News-Berichterstattung über diese spezifische Umfrage
Überwiegend ältere akademische Papiere (teilweise ohne klare Datumsangaben oder aus früheren Jahren)
https://www.vattenfall.de/geschaeftskunden/ves/magazin/energie/industriestrompreis
https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/bdew-strompreisanalyse/
https://www.zdfheute.de/wirtschaft/industriestrompreis-wettbewerbsfaehigkeit-symbolpolitik-100.html
https://flex-power.energy/de/energieblog/industriestrompreis/
https://www.eon.de/de/gk/energiewissen/industriestrompreis-2026.html
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/senkung-energiepreise-haushalt-2358526
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/industriestrompreis-homoeopathisch-unternehmen-100.html
https://www.tixio.de/1127902-bericht-bahn-prueft-verkauf-von-aussereuropaeischem-zuggeschaeft.html
https://trans.info/de/deutsche-bahn-verkauft-tochter-368836
https://www.baulinks.de/baubranche/baugenehmigungen.php
https://www.cash-online.de/a/krise-am-bau-deutschland-droht-2026-noch-weniger-neue-wohnungen-705326/
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/wohnungsbau-auftraege-immobilien-100.html
https://www.zdfheute.de/politik/ausland/eu-indien-handelsabkommen-freihandel-100.html
https://www.deutschland.de/de/topic/wirtschaft/freihandelsabkommen-eu-indien
https://die-korrespondenten.de/co2-speicher-nordsee/
https://www.thb.info/rubriken/umwelt/detail/news/co2-im-erschoepften-nini-oelfeld-speichern.html
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/daenemark-klimaspeicher-100.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/marktbericht-rheinmetall-ohb-100.html
https://www.dasinvestment.com/deutsche-bank-macht-home-office-regeln-strenger/
https://brief.platow.de/banken/umfrage-das-sind-die-homeoffice-regeln-deutscher-geldhaeuser/
https://finanzbusiness.de/nachrichten/banken/article18223103.ece
https://www.ifo.de/fakten/2026-01-26/ifo-geschaeftsklimaindex-unveraendert-januar-2026
https://www.deutschlandfunk.de/usa-trump-zoelle-groenland-eu-bazooka-100.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/ifo-stimmung-unternehmen-100.html
https://www.n-tv.de/politik/EU-ermittelt-gegen-X-wegen-KI-Chatbot-Grok-id30285643.html
https://www.advanced-television.com/2026/01/26/ec-probes-grok-x/
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitales/x-grok-musk-ki-chatbot-eu-kommission-100.html
