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Bahn-Generalsanierung in NRW: Was Unternehmen jetzt beachten müssen
Bis zum 10. Juli 2026 ist die zentrale Bahnstrecke zwischen Köln, Wuppertal und Hagen gesperrt. Fernzüge werden über Düsseldorf und das Ruhrgebiet umgeleitet und brauchen bis zu 40 Minuten länger. In Wuppertal und Solingen entfällt der Fernverkehr komplett, Hagen verliert ihn vorübergehend. Im Regionalverkehr fallen wichtige Linien wie RE 7, RB 48 und mehrere S-Bahnen aus. Täglich sind rund 36.000 Pendler betroffen. Die Deutsche Bahn erneuert auf dem Abschnitt Gleise, Oberleitungen, Weichen und modernisiert zahlreiche Bahnhöfe. Die Arbeiten zeigen den hohen Sanierungsbedarf im alten und stark ausgelasteten NRW-Schienennetz.
Zum Start funktioniert der Ersatzverkehr besser als erwartet. Rund 200 Busse übernehmen die Verbindungen, teils als Expresslinien. Größere Staus blieben bisher aus, allerdings verlängern sich viele Wege deutlich. Für mittelständische Betriebe bedeutet dies: Reisezeiten für Mitarbeiter, Kunden und Dienstleister steigen, Termine müssen neu geplant werden. Unternehmen sollten frühzeitig informieren, flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice prüfen und aktuelle Fahrplandaten aktiv an Pendler weitergeben. Nach Abschluss der Arbeiten soll die Strecke spürbar zuverlässiger und leistungsfähiger werden, was langfristig auch dem regionalen Mittelstand zugutekommt.
Wann Homeoffice wirklich produktiver ist
Eine Studie des Fraunhofer-Instituts und der Techniker Krankenkasse mit rund 11.000 Beschäftigten zeigt: Homeoffice kann die Produktivität deutlich steigern. Mitarbeitende im Homeoffice erledigen im Schnitt etwa 20 Prozent mehr Aufgaben und bearbeiten mehr Kundenanfragen. Der Effekt kippt jedoch, wenn mehr als rund 60 Prozent der Arbeitszeit zu Hause verbracht werden. Etwa drei Tage Homeoffice pro Woche erweisen sich als Obergrenze, darüber sinkt die Gesamtleistung wieder. Ursache sind fehlende informelle Gespräche und weniger spontaner fachlicher Austausch im Büro. Dadurch entstehen Informationslücken, die sich auch negativ auf die Arbeit von zu Hause aus auswirken.
Für den Mittelstand heißt das: Ein durchdachtes Hybrid-Modell ist produktiver als reines Homeoffice oder vollständige Präsenz. Die Studie bestätigt zudem, dass 93 Prozent der Beschäftigten Homeoffice zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie nutzen und 81 Prozent sich weniger gestresst fühlen. Die oft zitierte 60-Prozent-Grenze ist jedoch kein starres Rezept. Der optimale Mix hängt von Aufgabenprofil und Abstimmungsbedarf der Teams ab. In der Praxis bietet sich für viele Unternehmen ein Rahmen von 40 bis 60 Prozent Homeoffice an, also zwei bis drei Tage pro Woche im Büro. So lassen sich Produktivitätsgewinne mit stabiler Zusammenarbeit und höherer Mitarbeiterzufriedenheit verbinden.
SPD-Vorstoß: Sozialabgaben auf Kapitalerträge
Die SPD will Dividenden, Zinsen und Mieteinnahmen künftig mit Sozialabgaben belegen, um die angeschlagenen Kassen von Kranken- und Pflegeversicherung zu stützen. Im Gegenzug sollen die Beiträge auf Arbeitseinkommen sinken. Damit würde der Finanzierungsdruck des Sozialstaats breiter verteilt. Der Vorschlag kommt aus einer Vorstandsklausur Anfang Februar 2026. Er trifft jedoch auf erheblichen Widerstand von Anlegerschützern und Vertretern der privaten Altersvorsorge.
Quellen
https://www.vrr.de/aktuelles/meldungen/bauarbeiten-zwischen-hagen-wuppertal-koeln-ab-februar-2026/
https://wir.gorheinland.com/generalsanierungen-im-rheinland/
https://generalsanierung-nrw.deutschebahn.com/korridore/hagen-wuppertal-koeln.html
https://www.sat1nrw.de/aktuell/bahnstrecke-koelnhagen-monatelang-gesperrt-266318/
https://www.umwelt.nrw.de/oliver-krischer-beim-baustart-der-generalsanierung-hagen-wuppertal-koeln
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn-sperrungen-bergisches-land-100.html
https://kommunal.de/tarifverhandlungen2026-oeffentlicher-dienst-streiks
https://www.dgb.de/service/weiterer-service/tarifmeldungen/
https://www.tagesschau.de/inland/warnstreiks-tarifrunde-laender-100.html
https://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/studie-homeoffice-produktiver-2212078
https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/homeoffice-studie-produktivitaet-100.html
https://www.presseportal.de/pm/107953/6213964
https://www.db-bauzeitung.de/diskurs/kommentar/buerokratieabbau-versus-klimaschutz/
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/immobilienweisen-bauwirtschaft-100.html
https://vorunruhestand.de/2026/02/spd-will-rentner-dreifach-verbeitragen/
https://www.comdirect.de/inf/news/detail.html?ID_NEWS=1158247139
https://osthessenreport.de/spd-plant-neue-abgabe-paradigmenwechsel-fuer-gesundheit-und-rente/
https://www.dai.de/aktionaerszahlen
https://www.comdirect.de/inf/news/detail.html?ID_NEWS=1158175450
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/aktien-altersvorsorge-abgaben-spd-100.html
