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Die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen geraten erneut unter Druck. US-Präsident Donald Trump setzt Deutschland und acht weitere europäische Länder unter Druck und droht mit gestaffelten Strafzöllen. Hintergrund ist Dänemarks Einfluss auf Grönland. Falls Grönland unter dänischer Kontrolle bleiben soll und entsprechende Forderungen nicht akzeptiert werden, könnten Zölle folgen.
Die Drohungen richten sich gezielt gegen Staaten mit europäischer Militärpräsenz auf Grönland. Mehrere NATO-Staaten schickten Anfang Januar Aufklärungsteams auf die Insel, um mögliche Verteidigungsoptionen gegen russische und chinesische Aktivitäten zu prüfen. Die Bundeswehr beteiligt sich mit 15 Soldaten an der Mission. Trumps Reaktion kam rasch: Die Zölle gelten als Vergeltung für diesen europäischen Schritt. Europa reagiert geschlossen. Deutschland und die betroffenen Länder erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass wirtschaftliche Drohungen transatlantische Beziehungen gefährden und Eskalationen fördern würden. Man signalisiert Solidarität mit Dänemark und Grönland, fordert aber fortlaufenden Dialog – auf Grundlage von Souveränität und territorialer Integrität. Experten warnen vor den wirtschaftlichen Folgen: Verbraucher- und Unternehmenspreise würden steigen. Deutsche Exporteure, insbesondere der Mittelstand, sind auf den US-Markt angewiesen. Eine Erhöhung der Zölle könnte Lieferketten stark belasten. Trump beharrt darauf, die USA hätten europäische Länder über Jahre subventioniert und würden nun Gegenleistungen verlangen. Dahinter steckt eine neue Logik: Allianzen richten sich weniger nach formellen Abkommen oder Institutionen aus, sondern danach, in welchem Maß Länder US-Interessen erfüllen.
