zum Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Deutsche Koalition setzt auf E-Fuel-Lösung zur Aufweichung des EU-Verbrennerverbots ab 2035

In Brüssel setzt die Koalition auf eine stärkere Berücksichtigung von E-Fuels im geplanten Verbot neuer Verbrennungsmotoren ab 2035. Ziel ist es, Fahrzeuge mit CO₂-neutralen Kraftstoffen auch künftig zuzulassen. Damit sollen heimische Zulieferer und die Automobilindustrie geschützt werden. Die EU hatte zugesagt, bis Herbst 2024 eine gesonderte Fahrzeugkategorie für E-Fuel-Fahrzeuge zu schaffen. Branchenverbände wie der VDA kritisieren, dass die aktuelle Gesetzeslage zu rigide sei und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hersteller gefährde. Unternehmen warnen vor Produktionsverlagerungen, falls keine klaren Spielräume für klimaneutrale Verbrennungstechnik geschaffen werden.

Investitionsunsicherheit im Automobilzulieferer-Mittelstand nimmt weiter zu

Im deutschen Mittelstand der Automobilzulieferbranche steigt die Zurückhaltung bei Investitionen. Eine aktuelle VDA-Umfrage zeigt, dass 28 Prozent der Unternehmen planen, Projekte ins Ausland zu verlagern. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im Mai 2025. Hauptgründe sind eine schwache Nachfrage in Europa, hohe Energiekosten und der langsame Ausbau der Ladeinfrastruktur. Besonders kleine und mittlere Betriebe berichten von Planungsunsicherheiten aufgrund unklarer politischer Rahmenbedingungen. Die Bundesregierung wird in EU-Gesprächen zu konkreten Lösungen für eine technologische Übergangsphase aufgefordert, um Standortnachteile zu vermeiden.

Neue E-Auto-Förderung ab 2026 gezielt für mittlere Einkommen geplant

Im November 2025 beschloss die Bundesregierung eine überarbeitete E-Auto-Förderung, die ab Januar 2026 in Kraft treten soll. Zielgruppe sind Haushalte mit einem Bruttojahreseinkommen bis 45.000 Euro sowie Familien, bei denen die Einkommensgrenze pro Kind um 5.000 Euro steigt. Die Prämie liegt zwischen 3.000 und 5.000 Euro; bei sehr niedrigem Einkommen unter 3.000 Euro netto pro Monat sind bis zu 6.000 Euro möglich. Förderfähig sind Neuwagen und gebrauchte Elektrofahrzeuge mit Nettolistenpreis bis 45.000 Euro, erstmals auch Plug-in-Hybride. Gutverdiener bleiben ausgeschlossen. Parallel diskutieren Ministerien Modelle wie Sozialleasing oder eine staatliche Ladekarte mit Guthaben, um KMU und Privatnutzer zu unterstützen. Für den Unternehmensbereich prognostizieren Branchenexperten deutliches Absatzpotential. Bis 2026 könnten rund 708.000 reine Elektrofahrzeuge neu zugelassen werden, vor allem als Firmenwagen.

Bidirektionales Laden ab 2026: E-Autos entlasten künftig das Stromnetz

Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes wird ab dem 1. Januar 2026 bidirektionales Laden wirtschaftlich attraktiv. Elektrofahrzeuge dürfen überschüssigen Strom ins Netz einspeisen, ohne doppelte Netzentgelte zahlen zu müssen. Dadurch wird das Fahrzeug als mobiler Speicher nutzbar. Ab April 2026 folgen vereinfachte technische Regeln, sodass kein zusätzlicher Stromzähler mehr nötig ist. Branchenexperten schätzen ein dezentrales Speicherpotenzial von bis zu 5 Gigawattstunden. Bereits bei moderater Nutzung könnte dies 1 bis 1,5 Gigawatt flexibler Leistung bereitstellen. Für mittelständische Unternehmen mit Fuhrparks eröffnet sich hier eine neue Möglichkeit, Netzkapazitäten zu entlasten und Kosten durch günstigere Ladezeiten zu senken. Pilotprojekte in Frankreich zeigen, dass Fahrzeugbatterien als Puffer für erneuerbare Energien genutzt werden. Der Ansatz soll ab 2026 auch in deutschen Betrieben skalierbar sein.

Quellen

https://www.adac.de/news/aus-fuer-verbrenner-ab-2035/

https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/transport-logistik/nach-autogipfel-in-bruessel-industrie-kritisiert-eu-kurs-3710614

https://efuel-today.com/verbrennerverbot/

https://www.elektroauto-news.net/news/vda-schlechte-stimmung-mittelstand

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehrspolitik-koalition-will-lockerung-vom-verbrenner-aus-in-eu-ab-2035/100179069.html

https://www.n-tv.de/politik/Verbrenner-Aus-Merz-soll-Bruessel-einen-Brief-schreiben-id30081308.html

https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/europaeische-autohersteller-hoffen-auf-aufschub-beim-verbrenner-aus-2035-ce7d5ed2d08eff21

https://www.spiegel.de/wirtschaft/autoindustrie-friedrich-merz-wirbt-in-brief-an-ursula-von-der-leyen-fuer-flexiblere-klimaziele-a-e04ed072-c31c-4a48-97be-103047613a9a

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/nach-treffen-mit-vertretern-der-autoindustrie-eu-will-verbrenner-aus-ab-2035-schnellstmoglich-uberprufen-14320709.html

https://www.deutschlandfunk.de/merz-kuendigt-fuer-koalitionsausschuss-am-abend-einigung-auf-weitgehende-lockerung-von-verbrenner-au-100.html

https://ecomento.de/2025/02/25/strategiepapier-verbrenner-aus-hilft-deutscher-autoindustrie/

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/auto/ausstieg-verbrennungsmotor/

https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2025-02/64545185-verbrenner-aus-2035-welche-autohersteller-den-umstieg-planen-und-wer-seine-plaene-ueberdenkt-397.htm

https://www.adac.de/news/aus-fuer-verbrenner-ab-2035/

https://www.cleanthinking.de/hocheffiziente-verbrenner-autoindustrie/

https://winfuture.de/news,155259.html

https://www.dmm.travel/nc/news/hoch-effiziente-verbrenner-sollens-richten

https://www.windkraft-journal.de/2025/11/29/hocheffiziente-verbrenner-nur-mit-erneuerbaren-kraftstoffen-nachhaltig/218983

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehrspolitik-koalition-will-lockerung-vom-verbrenner-aus-in-eu-ab-2035/100179069.html

https://www.motor-nuetzel.de/blog/e-auto-foerderung/

https://mobilityhouse-energy.com/de_de/news/artikel/bundestag-schafft-durchbruch-fuer-bidirektionales-laden-vehicle-to-grid-wird-moeglich

https://www.leasingmarkt.de/magazin/elektro/e-auto-foerderung-2026

https://www.autoflotte.de/nachrichten/autohersteller/automarkt-vor-trendwende-2026-winken-drei-millionen-neuwagen-3741129

https://www.carwow.de/auto-news/3600/e-auto-praemie-foerderung-2025

https://www.solarbranche.de/news/nachrichten/artikel-39430-deutschland-erleichtert-bidirektionales-laden-was-sich-fuer-e-autos-ab-2026-aendert

https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/foerderung-ab-2026-was-ueber-die-neue-e-auto-kaufpraemie-bekannt-ist/

https://www.electricar-magazin.de/post/vehicle-to-grid-ab-2026-deutschland-hebt-doppelbelastung-f%C3%BCr-stromspeicherung-auf

https://www.wirkaufendeinethg.de/blog/2025/10/23/neue-eauto-foerderung/

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/koalitionsausschuss-so-soll-die-neue-e-auto-foerderung-aussehen/100179097.html

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/elektroauto/foerderung-elektroautos/

https://www.electrive.net/2025/10/21/e-autos-sollen-2026-absatzstaerkste-antriebsart-fuer-firmenwagen-werden/

Gewinnen Sie neue Kunden über das Maschinen Journal
MJ Image

Das Maschinen Journal erreicht jeden Monat tausende Entscheider aus dem industriellen Mittelstand. Nutzen Sie unsere Reichweite, um Ihre Produkte genau dort zu platzieren, wo Kaufentscheidungen entstehen.

Sie wollen mehr Anfragen erzielen?

→ Jetzt Artikel anfragen

Aktuelles

Arbeitsministerin Bas drängt auf klare Regeln für KI am Arbeitsplatz

Arbeitsministerin Bas drängt auf klare Regeln für KI am Arbeitsplatz

Auf der Netzkonferenz re:publica machte Arbeitsministerin Bärbel Bas deutlich, dass KI nicht unkontrolliert in Unternehmen Einzug halten soll. Es braucht klare Regeln statt Wildwuchs. Demokratisch legitimierte Vorgaben sollen Beschäftigte schützen und Innovation ermöglichen. Aufbruch mit Ansage: KI ja, Wildwuchs nein Bas sieht KI als fundamentalen Wandel der Arbeitswelt. Sie

EU-Parlament beschließt neue Schutzmaßnahmen für die Stahlbranche

EU-Parlament beschließt neue Schutzmaßnahmen für die Stahlbranche

Heute stimmt das Europäische Parlament über eine aktualisierte Durchsetzungsverordnung ab, die ab Juli 2026 alternative Schutzmaßnahmen für die Stahlindustrie vorsieht. Die Regelungen ersetzen die bisherigen WTO-basierten Importbeschränkungen, die am 30. Juni auslaufen. Hintergrund ist die globale Überproduktion, die europäische Stahlhersteller unter Druck setzt. Mit mengenmäßigen Einfuhrkontingenten und höheren Schutzzöllen soll

Bundesregierung plant Arbeitszeitgesetz-Änderung: Wochenmodell statt Acht-Stunden-Tag

Bundesregierung plant Arbeitszeitgesetz-Änderung: Wochenmodell statt Acht-Stunden-Tag

Die Regierung will das Arbeitszeitgesetz reformieren. Ziel ist ein Wochenmodell statt einer festen Acht-Stunden-Tagesgrenze. Was geplant ist Die Regierung bereitet eine Reform vor, die die bisher zentrale Definition der Arbeitszeit verändert. Statt der täglichen Höchstdauer von acht Stunden soll künftig eine wöchentliche Obergrenze gelten. Der Vorschlag steht im Koalitionsvertrag und

Vier Jahre Kriegsfolgen treffen Produktion und Jobs

Vier Jahre Kriegsfolgen treffen Produktion und Jobs

Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 erlebt die deutsche Industrie einen tiefgreifenden Strukturwandel. Besonders energieintensive Branchen treffen hart. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes brach die Produktion in Chemie, Metallerzeugung, Glas und Papier um 15,2 Prozent ein. Das lag deutlich über dem Branchendurchschnitt. In