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Japan setzt wieder auf Atomkraft

Japan nimmt nach 15 Jahren Stillstand das weltgrößte Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa schrittweise wieder in Betrieb. Der erste Reaktorblock soll in Kürze ans Netz gehen. Damit kehrt das Land nach dem Komplettstopp infolge von Fukushima klar zur Atomenergie zurück. Die Regierung will so die hohen Kosten für importierte fossile Energieträger senken und die Versorgungssicherheit stärken. Erneuerbare Energien wie Wind und Solar verlieren politisch an Gewicht, langfristig setzt Japan zusätzlich auf Fusionsforschung.

Die Anlage in der Präfektur Niigata erhielt 2017 die Freigabe der Atomaufsicht und wurde mit umfangreichen Schutzmaßnahmen nachgerüstet. Dennoch gibt es in der Bevölkerung Sicherheitsbedenken, auch wegen der Rolle des Betreibers Tepco in Fukushima. Für Tepco ist der Neustart wirtschaftlich bedeutsam. Ein einzelner Reaktor entlastet den Jahreshaushalt um hunderte Millionen Euro, weil weniger teure Wärmekraftwerke benötigt werden. Japans Kurs zeigt, wie ein rohstoffarmes Industrieland Energiesicherheit vor Versorgungssicherheit stellt und kann damit auch für europäische Mittelständler als strategischer Referenzpunkt dienen.

Krankenstand: Mehr Daten, neue Diagnosen, ungelöste Ursachen

Der Krankenstand in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, liegt aber je nach Messmethode unterschiedlich hoch. Während Krankenkassen rund 19,5 Kalendertage pro Jahr melden, kommt die amtliche Statistik auf 14,8 Arbeitstage. Der eigentliche Sprung nach oben hängt vor allem mit der Einführung der elektronischen Krankschreibung zusammen, durch die Ausfälle umfassender erfasst werden. Zugleich verschieben sich die Krankheitsbilder. Atemwegserkrankungen bleiben Spitzenreiter, psychische Leiden holen stark auf, besonders bei Frauen. Fachleute werten das auch als Zeichen eines offeneren Umgangs mit seelischer Gesundheit.

Politisch wird dagegen vor allem über vermeintlichen Missbrauch und telefonische Krankschreibungen gestritten, obwohl diese nur rund ein Prozent der Fälle betreffen. Für Unternehmen relevanter sind die starken Unterschiede zwischen Branchen und Regionen. Gesundheitswesen und Pflege verzeichnen deutlich höhere Ausfallquoten als Büro- und IT-Berufe, der Osten liegt beim Krankenstand über dem Süden. Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland im Mittelfeld. Für den Mittelstand bleiben die wirtschaftlichen Folgen massiv: Rund 82 Milliarden Euro Lohnfortzahlung pro Jahr. Verbände und Krankenkassen fordern daher weniger Ideologie und mehr Ursachenforschung, bessere Arbeitsbedingungen und Prävention, etwa durch Modelle wie Teilkrankschreibung, statt pauschalen Generalverdachts gegenüber Beschäftigten.

Stahlindustrie im Rekordtief: Mittelstand muss mit Engpässen rechnen

Die deutsche Stahlindustrie steckt in einer anhaltenden Strukturkrise. Die Rohstahlproduktion ist 2025 auf 34,1 Millionen Tonnen gefallen und liegt damit so niedrig wie seit 2009 nicht mehr. Die Werke sind im Schnitt zu weniger als 70 Prozent ausgelastet, die Schwelle von 40 Millionen Tonnen als wirtschaftlich sinnvoller Menge wird seit Jahren verfehlt. Ursache sind vor allem schwache Inlandsnachfrage, wachsende Stahlimporte aus Drittstaaten sowie hohe Energiepreise. Für mittelständische Abnehmer steigt damit das Risiko von Lieferengpässen und volatilen Preisen, während Wertschöpfungsketten etwa im Maschinenbau zunehmend unter Druck geraten.

Politik und Branche setzen auf europäische Schutzmaßnahmen und eine Entlastung bei den Energiekosten. Die EU-Kommission plant, zollfreie Importkontingente deutlich zu begrenzen und Übermengen stärker zu verzollen. In Deutschland soll ein zeitlich befristeter Industriestrompreis Investitionen in klimafreundliche Produktion erleichtern, greift jedoch nur teilweise und kurz. Für mittelständische Entscheider bleibt die Lage damit unsicher. Materialplanung und Lieferketten sollten vorsichtig angepasst werden, da eine nachhaltige Stabilisierung frühestens 2026 zu erwarten ist.

Quellen

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https://www.wiwo.de/vergleich/bitpanda-bewertung/

https://cvj.ch/news/bitpanda-plant-boersengang-in-frankfurt-fuer-erstes-halbjahr-2026/

https://www.bitpanda.com/de/investieren/bitpanda-stocks

https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/bitpanda-fintech-startet-den-handel-mit-aktien-und-etfs/100190981.html

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