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Siemens prüft eine umfassende Neuausrichtung. Der Konzern erwägt die vollständige Abspaltung der Medizintechniktochter Healthineers. Bis Ende 2025 soll eine Entscheidung stehen, wie die 71-prozentige Beteiligung künftig gehandhabt wird. Der Schritt richtet den Fokus stärker auf Industrieautomation und digitale Zukunftstechnologien. Mittelständische Unternehmen gewinnen neue Spielräume. Gleichzeitig müssen bestehende Geschäftsbeziehungen kritisch überprüft werden.

Klarer Fokus auf Industrie und Digitalisierung

Die geplante Trennung soll Ressourcen auf die Kernbereiche Digital Industries und Smart Infrastructure lenken. Analysten rechnen damit, dass künftig rund 75 Prozent des Umsatzes aus diesen Segmenten stammen. Zugleich plant Siemens eine milliardenschwere Übernahme des Softwareunternehmens Altair, um die digitale Transformation zu beschleunigen. Die Schwerpunktsetzung soll die operative Effizienz steigern und neue Investitionsspielräume für Künstliche Intelligenz und industrielle Software eröffnen. Für Zulieferer im Maschinenbau und in der Elektrotechnik könnten größere Aufträge in der Automatisierung folgen.

Healthineers wird eigenständig stärker

Für Healthineers bedeutet die Abspaltung mehr strategische Freiheit. Das Unternehmen kann sich stärker auf den Wachstumsmarkt Medizintechnik konzentrieren, insbesondere auf KI-gestützte Diagnostik und prädiktive Wartungslösungen wie das TubeGuard-Programm. Intelligente Systeme analysieren Sensordaten, um Ausfälle von Röntgengeräten vorherzusagen und Wartungseinsätze besser zu planen. Diese Technologien könnten auch mittelständischen Zulieferern in der Medizintechnik neue Chancen eröffnen. Anbieter hochwertiger Komponenten oder digitaler Lösungen sollten ihr Angebot an diese Entwicklungen anpassen.

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