zum Inhalt
Photo by Mufid Majnun / Unsplash

Inhaltsverzeichnis

Siemens prüft eine umfassende Neuausrichtung. Der Konzern erwägt die vollständige Abspaltung der Medizintechniktochter Healthineers. Bis Ende 2025 soll eine Entscheidung stehen, wie die 71-prozentige Beteiligung künftig gehandhabt wird. Der Schritt richtet den Fokus stärker auf Industrieautomation und digitale Zukunftstechnologien. Mittelständische Unternehmen gewinnen neue Spielräume. Gleichzeitig müssen bestehende Geschäftsbeziehungen kritisch überprüft werden.

Klarer Fokus auf Industrie und Digitalisierung

Die geplante Trennung soll Ressourcen auf die Kernbereiche Digital Industries und Smart Infrastructure lenken. Analysten rechnen damit, dass künftig rund 75 Prozent des Umsatzes aus diesen Segmenten stammen. Zugleich plant Siemens eine milliardenschwere Übernahme des Softwareunternehmens Altair, um die digitale Transformation zu beschleunigen. Die Schwerpunktsetzung soll die operative Effizienz steigern und neue Investitionsspielräume für Künstliche Intelligenz und industrielle Software eröffnen. Für Zulieferer im Maschinenbau und in der Elektrotechnik könnten größere Aufträge in der Automatisierung folgen.

Healthineers wird eigenständig stärker

Für Healthineers bedeutet die Abspaltung mehr strategische Freiheit. Das Unternehmen kann sich stärker auf den Wachstumsmarkt Medizintechnik konzentrieren, insbesondere auf KI-gestützte Diagnostik und prädiktive Wartungslösungen wie das TubeGuard-Programm. Intelligente Systeme analysieren Sensordaten, um Ausfälle von Röntgengeräten vorherzusagen und Wartungseinsätze besser zu planen. Diese Technologien könnten auch mittelständischen Zulieferern in der Medizintechnik neue Chancen eröffnen. Anbieter hochwertiger Komponenten oder digitaler Lösungen sollten ihr Angebot an diese Entwicklungen anpassen.

Gewinnen Sie neue Kunden über das Maschinen Journal
MJ Image

Das Maschinen Journal erreicht jeden Monat tausende Entscheider aus dem industriellen Mittelstand. Nutzen Sie unsere Reichweite, um Ihre Produkte genau dort zu platzieren, wo Kaufentscheidungen entstehen.

Sie wollen mehr Anfragen erzielen?

→ Jetzt Artikel anfragen

Aktuelles

Tagesthemen vom 12.03.2026

EU setzt auf neue Kernkraft, Deutschland bleibt beim Ausstieg Die EU will Kernenergie wieder zu einem zentralen Baustein der Energiepolitik machen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete den Atomausstieg als strategischen Fehler und kündigte Investitionsgarantien von 200 Millionen Euro für neue Reaktortechnologien, insbesondere kleinere Reaktoren, an. Mehrere EU-Staaten planen, Kernkraft

Daimler Truck leidet unter deutlichen Gewinneinbußen

Daimler Truck leidet unter deutlichen Gewinneinbußen

Im Jahr 2025 verzeichnete Daimler Truck einen deutlichen Gewinnrückgang. Das Konzern­ergebnis lag bei rund zwei Milliarden Euro, nach etwa 3,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz sank um rund neun Prozent von 54,1 auf 49,5 Milliarden Euro. Die Zahlen zeigen die Belastung des Lkw-Markts. Auch mittelständische

Österreich beschränkt Spritpreissteigerungen an Tankstellen

Österreich beschränkt Spritpreissteigerungen an Tankstellen

Österreich führt neue Regeln für Spritpreissteigerungen an Tankstellen ein. Die Betreiber dürfen Preise künftig nur noch dreimal pro Woche erhöhen. Erhöhungen sind montags, mittwochs und freitags erlaubt. Preissenkungen können jederzeit erfolgen. Die Maßnahme tritt in der kommenden Woche in Kraft. Sie reagiert auf gestiegene Energiekosten durch die angespannte Lage am

Kleine Reaktoren als Hoffnungsträger

Kleine Reaktoren als Hoffnungsträger

Die Europäische Union treibt einen grundsätzlichen Wandel in der Energiepolitik voran. Auf einem Gipfel nahe Paris bezeichnete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Wegfall der Kernkraft als strategischen Fehler. Gleichzeitig kündigte Brüssel eine Investitionsgarantie von 200 Millionen Euro an, um private Investoren bei der Entwicklung neuer Kerntechnologien zu unterstützen. Die