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Meyer Werft erhält Großauftrag über sechs Kreuzfahrtschiffe bis 2035

Photo by id23 / Unsplash

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Die Meyer Werft in Papenburg hat eine langfristige Partnerschaft mit MSC Cruises aus der Schweiz geschlossen. Die Vereinbarung soll das Traditionsunternehmen bis in die 2030er Jahre auslasten. Die Absichtserklärung wurde am Montag im Bundeswirtschaftsministerium bekanntgegeben. Vier Schiffe der neuen „New Frontier“-Klasse sind fest bestellt, dazu gibt es Optionen auf zwei weitere. Das Auftragsvolumen liegt bei 10 Milliarden Euro. Die Schiffe sollen ab 2030 jährlich ausgeliefert werden. Die endgültigen Verträge werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 unterzeichnet.

Neue Schiffsklasse mit hoher Kapazität

Die geplanten Schiffe der „New Frontier“-Klasse bieten Platz für bis zu 5.400 Passagiere. Das Bruttoregistertonnenmaß liegt bei rund 180.000. Damit gehören sie zu den größten Kreuzfahrtschiffen weltweit. Die Meyer Werft will das Kreuzfahrterlebnis neu definieren, ohne die traditionelle maritime Ingenieurskunst zu vernachlässigen. MSC Cruises gehört zu den größten Reedereien weltweit. Mit dem Auftrag setzt der Konzern erstmals auf eine Zusammenarbeit mit der Meyer Werft, nach jahrzehntelanger Partnerschaft mit anderen europäischen Werften.

Staatliche Unterstützung als entscheidender Faktor

Die Werft war in den vergangenen Jahren von der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg getroffen. Der plötzliche Einbruch der Kreuzfahrtbranche und gestiegene Rohstoff- und Energiekosten brachten das Unternehmen in eine Krise. Ende 2024 übernahmen Bund und Niedersachsen gemeinsam eine Mehrheitsbeteiligung und stellten einen Kreditrahmen von 2,6 Milliarden Euro bereit. Diese staatliche Stabilisierung gilt als entscheidende Voraussetzung für den Großauftrag.

Regionale Wertschöpfungskette gestärkt

Der Auftrag hat auch regional eine große Bedeutung. Direkt bei der Werft arbeiten mehr als 3.200 Menschen. Indirekt hängen rund 20.000 Arbeitsplätze in Zulieferbetrieben und weiteren Branchen vom Geschäft der Meyer Werft ab. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies betonte die strategische Bedeutung für die maritime Industrie in Deutschland. Der SPD-Abgeordnete Nico Bloem bezeichnete die Entscheidung als goldrichtig für die Arbeitsplatzsicherung in der Region.

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