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Maschinenbau: Auftragsrückgang verschärft Krise

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Im September 2025 verzeichnete der deutsche Maschinen- und Anlagenbau einen deutlichen Auftragseinbruch. Nach Deflationseffekt lag der reale Rückgang der Bestellungen gegenüber dem Vorjahr bei minus 19 Prozent. Das Inlandsgeschäft schrumpfte real um 5 Prozent. Das Ausland blieb deutlich schwächer und ging um 24 Prozent zurück. Nicht-Euro-Länder kauften 27 Prozent weniger ein. Die Euro-Partnerländer buchten 13 Prozent weniger Aufträge. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau verweist auf Basiseffekte aus dem Vorjahr. Dennoch bleibt die Branche in einer anhaltenden Nachfrageschwäche.

Regionale Unterschiede verschärfen die Lage

Die Krise trifft die Bundesländer unterschiedlich hart. In Bayern fiel der Auftragseingang real um 28 Prozent. Nordrhein-Westfalen lag nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Inlandsnachfrage stieg hier, doch das Auslandsgeschäft, besonders im Euroraum, bremste das Wachstum. In Baden-Württemberg verschlechterte sich die Situation weiter. Die Unterschiede zeigen, dass lokale Strukturen und die Exportabhängigkeit die Auswirkungen der globalen Abschwächung verstärken. Unternehmen mit Fokus auf Schwellenländer oder politisch instabile Regionen sind besonders betroffen.

Beschäftigung unter Druck

Die schwache Auftragslage trifft die Belegschaften deutlich. Eine VDMA-Erhebung ergab, dass 26 Prozent der befragten Unternehmen in den nächsten sechs Monaten Personal abbauen wollen. Lediglich 55 Prozent rechnen damit, ihre Stammbelegschaft stabil halten zu können. In der Branche arbeiten bundesweit über 1,2 Millionen Menschen. Der Großteil der Jobs befindet sich im Mittelstand. Viele Firmen setzen zunächst auf Kurzarbeit oder verzichten auf Neueinstellungen, um Stellen zu sichern. Bei anhaltendem Auftragsmangel drohen weitere Entlassungen.

Lösungen erfordern politischen Handlungsdruck

Der VDMA fordert klare politische Signale zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Dazu gehören der Abbau globaler Handelskonflikte, etwa durch den Wegfall von US-Strafzöllen, sowie inländische Reformen. Zu den Maßnahmen zählen niedrigere Energiekosten, Bürokratieabbau und eine zielgerichtete Industriepolitik. Ohne diese Schritte werde sich die aktuelle Unterauslastung der Kapazitäten nicht auflösen. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet der VDMA mit einem realen Produktionsrückgang von fünf Prozent. Mittelständische Entscheider sollten Investitionspläne kritisch prüfen und sich auf eine längere Phase der Konjunkturabschwächung einstellen. Gleichzeitig bieten Digitalisierungsprojekte und Effizienzsteigerungen kurzfristige Ansatzpunkte, um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

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