zum Inhalt

Kritische Infrastruktur unter Druck: Dobrindt kündet Maßnahmenpaket nach Berliner Stromausfall an

Photo by Vadim Sadovski / Unsplash

Inhaltsverzeichnis

Der Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz Anfang Januar hat die Verwundbarkeit der Energieversorgung deutlich gezeigt. Linksextremisten zerstörten mehrere Starkstromleitungen in Berlin-Johannisthal und verursachten einen Stromausfall. Etwa 100.000 Haushalte waren betroffen. Es war der längste Stromausfall der Nachkriegszeit in Deutschland. Für Unternehmen und den Mittelstand war das ein deutliches Warnzeichen.

Regierung verschärft Sicherheitsmaßnahmen

Der Anschlag führte zu einem Maßnahmenpaket der Regierung. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigte es an. Die Nachrichtendienste sollen personell gestärkt werden. Die digitalen Befugnisse der Ermittler werden erweitert. Dadurch sollen Fahndungen effizienter verlaufen und digitale Spuren schneller ausgewertet werden. Nach Informationen der Behörden handelt es sich um Angehörige des linksextremistischen Spektrums. Die Täter handelten professionell und verfügten möglicherweise über Insiderwissen zum Stromnetz.

Das Kritis-Dachgesetz als zweite Säule

Ein zentrales Element des Pakets ist das Kritis-Dachgesetz. Es soll Energieunternehmen, Flughäfen und weitere Einrichtungen der kritischen Infrastruktur besser schützen. Betreiber müssen künftig strenge Schutzkonzepte vorlegen. Sie brauchen Notfallpläne für alle denkbaren Risiken. Störfälle müssen gemeldet werden. Die Regelungen betreffen vor allem Stromversorgung, Wasserversorgung und Telekommunikation.

Transparenzbedenken bei Unternehmen

Unternehmensverbände äußern Transparenzbedenken. Politiker warnen vor zu vielen Offenlegungspflichten. Zu große Transparenz könnte Tätern helfen. Wenn Betreiber kritische Punkte offenlegen müssten, könnten Informationen missbraucht werden. Dobrindt hält das Kritis-Dachgesetz dennoch für notwendig.

Gewinnen Sie neue Kunden über das Maschinen Journal
MJ Image

Das Maschinen Journal erreicht jeden Monat tausende Entscheider aus dem industriellen Mittelstand. Nutzen Sie unsere Reichweite, um Ihre Produkte genau dort zu platzieren, wo Kaufentscheidungen entstehen.

Sie wollen mehr Anfragen erzielen?

→ Jetzt Artikel anfragen

Aktuelles

Tagesthemen vom 09.03.2026

Rüstungs-IPO: Gabler Group startet an der Börse, Markt zieht an Die Gabler Group hat ihren Börsengang im Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgreich abgeschlossen. Der erste Kurs lag mit 47,20 Euro über dem Emissionspreis von 44 Euro je Aktie und brachte dem auf Unterwasser- und Marinetechnologie spezialisierten Unternehmen rund 40

Vom Excel-Chaos zum Planungssystem

Vom Excel-Chaos zum Planungssystem

Jeder Geschäftsführer im Sondermaschinenbau kennt die Excel-Tabelle. Die eine, die alles zusammenhält. Die niemand außer ihm selbst versteht. Und die spätestens dann versagt, wenn drei Projekte gleichzeitig laufen und die Bank anruft. Dieser Artikel beschreibt, wie aus genau dieser Frustration ein spezialisiertes Planungstool entstanden ist. Die Excel-Phase: Warum alle dort

Metallbranche rechnet mit massivem Stellenabbau

Metallbranche rechnet mit massivem Stellenabbau

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie bereitet sich auf ein gravierendes Jahr vor. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall schätzt, dass bis zu 150.000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Die Krise betrifft nicht nur einzelne Betriebe, sondern die gesamte Branche. Für mittelständische Unternehmen bedeutet das neue Herausforderungen in Wettbewerbsfähigkeit und Fachkräftesicherung. Standortprobleme drücken Rentabilität

Betriebsrenten für kleine Unternehmen: Neue Chancen und Risiken in der Altersvorsorge

Betriebsrenten für kleine Unternehmen: Neue Chancen und Risiken in der Altersvorsorge

Das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz ist zum Jahresbeginn in Kraft getreten. Für den Mittelstand hat sich die Lage damit grundlegend verändert. Betriebsrenten sollen künftig Standard werden, auch in Firmen ohne bisherige Altersvorsorge. Das eröffnet Chancen für die Personalbindung, birgt aber auch finanzielle Risiken für Arbeitgeber. Derzeit erhalten rund 52 Prozent der sozialversicherungspflichtig