zum Inhalt

Deutschland setzt 18 Milliarden Euro für Zukunftstechnologien ein

Photo by Umberto / Unsplash

Inhaltsverzeichnis

Die Bundesregierung hat Ende Oktober 2025 die Hightech Agenda Deutschland offiziell gestartet. Das Vorhaben umfasst 18 Milliarden Euro bis 2029. Damit soll Deutschland seine Position in sechs zentralen Technologiefeldern stärken. Zur Auftaktveranstaltung in Berlin versammelten sich rund 800 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Unter ihnen waren Bundeskanzler Friedrich Merz und Forschungsministerin Dorothee Bär.

Sechs Technologiefelder im Fokus

Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Kernfusion sowie Technologien für klimaneutrale Energie und Mobilität. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung setzt auf konkrete Roadmaps mit messbaren Zielen. Anders als frühere Ansätze arbeitet die Hightech Agenda Deutschland mit einem umfassenden Monitoring, das KI-Verfahren zur Erfolgskontrolle nutzt.

Transfer in die Wirtschaft beschleunigen

Ein zentrales Anliegen besteht darin, Forschungsergebnisse schneller in die Praxis zu überführen. Gründungen sollen erleichtert und bürokratische Hürden abgebaut werden. Länder und wichtige Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft werden in die Roadmap-Prozesse eingebunden. Forschungsministerin Bär betont, dass Deutschland damit wieder an die Spitze technologischer Innovation heranrückt.

Kritische Stimmen zur Finanzierung

Es gibt Kritik am Budget. Die forschungspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Ayse Asar, verweist darauf, dass Ausgaben an anderer Stelle gekürzt würden. Die Mittel für Technologietransfer sinken von 463 auf 425 Millionen Euro. Zudem reduziert sich der Anteil am Gesamthaushalt für Forschung von 4,44 Prozent auf 3,67 Prozent bis 2029.

Erste Großprojekte angelaufen

Parallel zur Agenda kündigten die Deutsche Telekom und der US-Chiphersteller Nvidia den Bau eines Rechenzentrums in München an. Rund 10.000 Recheneinheiten sollen die Entwicklung leistungsstarker KI-Technologien in Deutschland vorantreiben. Für Entscheider im Mittelstand lohnt es sich, die Förderprogramme in den einzelnen Technologiefeldern zu beobachten und zu prüfen, welche Optionen sich für das eigene Unternehmen ergeben.

Quellen

https://www.deutschland.de/de/news/hightech-agenda-deutschland-startet https://www.bmftr.bund.de/DE/Forschung/HightechAgenda/DossierHightechAgenda/Dossier_HightechAgenda_node.html https://www.clib-cluster.de/de/hightech-agenda-deutschland-vorgestellt/ https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/faq-hightech-agenda-2391254 https://www.forschung-und-lehre.de/politik/hightech-agenda-geht-an-den-start-7364 https://www.bmftr.bund.de/DE/Forschung/HightechAgenda/HightechAgenda_node.html https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2025/10/221025-hightech-agenda-auftakt.html https://www.isi.fraunhofer.de/de/blog/2025/hightech-agenda-wirkungsorientierung.html https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/start-der-hightech-agenda-deutschland-29-10-25.html

Gewinnen Sie neue Kunden über das Maschinen Journal
MJ Image

Das Maschinen Journal erreicht jeden Monat tausende Entscheider aus dem industriellen Mittelstand. Nutzen Sie unsere Reichweite, um Ihre Produkte genau dort zu platzieren, wo Kaufentscheidungen entstehen.

Sie wollen mehr Anfragen erzielen?

→ Jetzt Artikel anfragen

Aktuelles

Dulgers Forderung nach einer Wochenhöchstarbeitszeit

Dulgers Forderung nach einer Wochenhöchstarbeitszeit

Der Präsident der Arbeitgeberverbände, Rainer Dulger, setzt auf eine neue Arbeitszeitregel. Die wöchentliche Höchstarbeitszeit soll 48 Stunden betragen. Er hält die bisherige Achtstundenregel für veraltet und wettbewerbsfeindlich. Wochenmodelle würden mehr Flexibilität für Unternehmen und Beschäftigte bringen. Dulger betont, dass niemand zu extrem langen Tagen gezwungen wird. Der Gesundheitsschutz bleibe wichtig.

EU-Rekordstrafe gegen AliExpress

EU-Rekordstrafe gegen AliExpress

Die EU-Kommission hat dem chinesischen Onlinehändler AliExpress eine Geldbuße von 550 Millionen Euro auferlegt. Das ist die bislang höchste Strafe im Rahmen des Gesetzes über digitale Dienste. Für deutsche Mittelständler bedeutet dies eine klare Botschaft: Der Onlinehandel mit günstigen Importwaren wird stärker reguliert. Die Verantwortung für Produktsicherheit wird deutlich zugeordnet.

Was die neue Zollgebühr für Temu‑ und Shein‑Pakete für Verbraucher und Mittelstand bedeutet

Was die neue Zollgebühr für Temu‑ und Shein‑Pakete für Verbraucher und Mittelstand bedeutet

Ab dem 1. Juli 2026 gelten neue Regeln für Kleinsendungen aus Nicht‑EU‑Ländern. Pakete mit einem Warenwert unter 150 Euro unterliegen einer Pauschalgebühr von drei Euro pro Warenart. Verbraucher bemerken oft eine Kostensteigerung und längere Lieferzeiten. Gleichzeitig soll die Reform europäische Unternehmen besser schützen und gefährliche Produkte wirksamer ausschließen.