zum Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Agile ONE geht in Serienproduktion in Fürstenfeldbruck

Der Münchner Robotikspezialist Agile Robots beginnt ab Anfang 2026 mit der Serienproduktion des humanoiden Industrieroboters Agile ONE. Die neue Fertigung entsteht in einer Produktionsstätte in Fürstenfeldbruck im Oberbayern. Der Roboter ist speziell für industrielle Umgebungen ausgelegt. Er arbeitet sicher neben menschlichen Kollegen und anderen Robotersystemen. Die Hände des Roboters ermöglichen feine Greifbewegungen. Integrierte Kraft- und Tastsensoren unterstützen diese Bewegungen. Ein KI-Modell, trainiert mit echten Industriedaten, steuert die Aufgaben. Zu den Einsatzgebieten zählen Materialtransport, Maschinenbestückung und Werkzeughandling. Die komplette Fertigung erfolgt in Deutschland. Dadurch sollen Qualität und Prozesskontrolle erhöht werden. Gründer Zhaopeng Chen betont: Solche Systeme seien Schlüssel zur nächsten industriellen Revolution. Sie seien intelligente, autonome Roboter, die ihre Umgebung wahrnehmen, verstehen und aktiv handeln können.

CO2-Speicherung vor Nord- und Ostsee gesetzlich vorgesehen

Der Bundesrat hat am 21. November 2025 das novellierte Kohlendioxid-Speichergesetz verabschiedet. Es ermöglicht die kommerzielle Lagerung von CO2 im Meeresboden unter Nord- und Ostsee. Zuvor galt die Nutzung nur in begrenztem Rahmen zu Forschungszwecken. Erlaubt sind vor allem erschöpfte Öl- und Gasfelder. Schutzgebiete sowie küstennahe Bereiche bleiben ausgeschlossen. Branchen wie Zement, Kalk und Aluminium sollen von der Technik profitieren, da deren Prozessemissionen derzeit schwer zu vermeiden sind. Der Aufbau der Pipelines und der Speicherinfrastruktur wird sieben bis zehn Jahre dauern. Erste Anlagen könnten Mitte der 2030er Jahre in Betrieb gehen. Unternehmen wie Open Grid Europe, Ontras und Gasunie planen bereits Projekte in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist der Transport und die Speicherung von CO2 aus der Industrie.

Existenzängste bei Unternehmen steigen

Im Oktober 2025 gaben 8,1 Prozent der deutschen Unternehmen an, ihre wirtschaftliche Existenz bedroht zu sehen. Im Vorjahr lag die Quote bei 7,3 Prozent. Besonders stark betroffen sind Einzelhandel und Dienstleistungen. Im Handel berichten 15 Prozent der Firmen von existenzbedrohenden Problemen. Im Dienstleistungsbereich sind es 7,6 Prozent. Zentrale Ursachen sind branchenübergreifend Auftragsmangel, der zu Liquiditätsschwierigkeiten führt. Zudem steigen Personal- und Betriebskosten. Bürokratische Hürden erhöhen den Druck. Die Nachfrage bleibt schwach und schmälert die Umsätze. Experten rechnen damit, dass Insolvenzen auch in den kommenden Monaten hoch bleiben. Viele Unternehmen gewinnen weder neue Aufträge noch bleiben sie preislich konkurrenzfähig. In Industrie und Bauwesen gibt es geringe Entlastung. Die Nachfrage dort zieht leicht an.

Bürokratie bremst Wachstum

Eine Studie des ifo Instituts im Auftrag der IHK München und Oberbayern zeigt, dass Bürokratie Deutschland jährlich bis zu 146 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung kostet. Die Kosten umfassen direkte Aufwendungen und indirekte Folgekosten wie Verzögerungen oder geringere Digitalisierung. Kleine und mittlere Unternehmen tragen die Hauptlast. Sie verfügen über weniger Ressourcen für Verwaltung. Experten fordern eine Modernisierung der Verwaltung. Ein zentraler Online-Zugang für behördliche Dienste könnte Potenziale freisetzen. Würde Deutschland das Niveau Dänemarks erreichen, lägen die jährlichen Wirtschaftsleistungen schätzungsweise 96 Milliarden Euro höher. Wirtschaftsverbände fordern ein Bürokratiemoratorium. Sie plädieren für eine Vereinfachung von Gesetzen, Datenschutzvorgaben und Meldepflichten.

Quellen

https://www.agile-robots.com/en/news/detail/agile-robots-launches-humanoid-robot-for-industry-agile-one/

https://www.it-boltwise.de/agile-robots-startet-serienproduktion-humanoider-roboter-in-bayern.html

https://www.agile-robots.com/de/news/detail/agile-robots-produziert-industriellen-humanoiden-roboter-agile-one-ab-2026-in-deutschland/

https://www.antenne.de/nachrichten/bayern/muenchner-firma-will-ab-2026-humanoide-roboter-bauen

https://www.krone.at/3962322

https://www.agile-robots.com/en/solutions/agile-one/

https://www.automobil-industrie.vogel.de/agile-robots-produziert-in-bayern-seinen-industrie-humanoiden-gal-1600900b3f3af8bc6606e24a602167df/

https://xpert.digital/robotics-robotik/

https://www.cicero.de/innenpolitik/kohlendioxid-in-den-meeresboden-die-ccs-wende-kommt-allzu-spat-und-auf-kosten-des-steuerzahlers

https://www.wwf.de/2025/januar/pressemitteilung-zu-neuer-wwf-analyse

https://www.n-tv.de/politik/Bundesrat-erlaubt-CO2-Speicherung-Hilfe-fuer-die-Industrie-id30052259.html

https://businessportal-norwegen.com/2025/11/21/bundesrat-verabschiedet-gesetz-zur-co2-speicherung/

https://www.geomar.de/news/article/co2-speicherung-unter-der-deutschen-nordsee-forschungsverbund-geostor-legt-zwischenbericht-vor

https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/bundesregierung-schafft-voraussetzungen-fuer-die-co2-speicherung-unter-dem-meer

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/speicherung-von-kohlendioxid-2376946

https://www.lz.de/ueberregional/wirtschaft/24218465_CO2-unter-dem-Meer-Wann-wird-die-Infrastruktur-gebaut.html

https://www.bundesrat.de/SharedDocs/TO/1059/erl/9.pdf?__blob=publicationFile&v=1

https://www.wiwo.de/dpa/umstrittene-technik-bundesrat-macht-weg-frei-fuer-unterirdische-co2-speicherung/100177010.html

https://www.ifo.de/fakten/2025-11-21/mehr-unternehmen-fuerchten-um-ihre-existenz

https://www.it-boltwise.de/deutsche-unternehmen-in-der-krise-buerokratie-und-personalkosten-als-bedrohung.html

https://www.onvista.de/news/2025/11-21-mehr-firmen-sehen-ihre-existenz-bedroht-auftragsmangel-als-hauptgrund-0-20-26452488

https://www.handelsblatt.com/dpa/konjunktur-ifo-wachsende-zahl-von-unternehmen-fuerchtet-um-die-existenz/100176920.html

https://www.ifo.de/pressemitteilung/2024-11-14/buerokratie-deutschland-kostet-jaehrlich-146-milliarden-euro

https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/recht-geld/buerokratie-kostet-deutschland-jaehrlich-milliarden-3589922

https://www.ifo.de/fakten/2025-11-19/jedes-dritte-unternehmen-leidet-unter-auftragsmangel

https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/ifo-institut-immer-mehr-unternehmen-fuerchten-um-ihre-existenz/100176944.html

https://www.boersennews.de/nachrichten/artikel/dpa/arabischer-staatskonzern-uebernimmt-chemiefirma-covestro/4960337/

https://www.stern.de/wirtschaft/news/schaum-fuer-matratzen-und-sitze--arabischer-staatskonzern-uebernimmt-chemiefirma-covestro-36830944.html

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/schaum-fur-matratzen-und-sitze-arabischer-staatskonzern-ubernimmt-chemiefirma-covestro-14912618.html

https://plasticker.de/Kunststoff_News_47516_Covestro_EU_gibt_bernahme_durch_Adnoc_unter_strikten_Auflagen_frei__Fokus_auf_Wettbewerb_und_Technologiezugang

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/covestro-adnoc-ist-bei-der-uebernahme-am-ziel-das-sind-die-folgen/100174755.html

https://www.boersen-zeitung.de/unternehmen-branchen/eu-gibt-gruenes-licht-fuer-covestro-uebernahme-adnoc

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/industrie-covestro-schreibt-nettoverlust-jahresziel-eingegrenzt/100169681.html

Gewinnen Sie neue Kunden über das Maschinen Journal
MJ Image

Das Maschinen Journal erreicht jeden Monat tausende Entscheider aus dem industriellen Mittelstand. Nutzen Sie unsere Reichweite, um Ihre Produkte genau dort zu platzieren, wo Kaufentscheidungen entstehen.

Sie wollen mehr Anfragen erzielen?

→ Jetzt Artikel anfragen

Aktuelles

Tagesthemen vom 03.02.2026

USA und Indien nähern sich im Handel an Die USA und Indien haben ein Handelsabkommen geschlossen, das Zölle deutlich senkt und die angespannten Wirtschaftsbeziehungen entspannen soll. Washington reduziert Einfuhrzölle auf indische Waren von 25 auf 18 Prozent. Neu-Delhi will im Gegenzug Zölle und Handelshemmnisse für US-Produkte weitgehend abbauen. US-Präsident Trump

Tagesthemen vom 02.02.2026

EU-Kommissar drängt auf „Made in Europe“ bei öffentlichen Aufträgen EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné fordert, öffentliche Gelder in der EU stärker an Produktionsstandorte in Europa zu koppeln. Unternehmen, die Aufträge, Subventionen oder andere staatliche Unterstützung erhalten, sollen einen wesentlichen Teil ihrer Wertschöpfung in der EU erbringen. Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern,