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E-Commerce zieht wieder an, Wettbewerb verschärft sich
Der deutsche Onlinehandel gewinnt spürbar an Fahrt. Für 2025 rechnen Experten mit einem Umsatzplus von vier bis 5,7 Prozent auf 110 bis 128 Milliarden Euro. Damit nähert sich der Markt wieder früheren Wachstumsraten. Treiber sind vor allem große Plattformen. Amazon steht für mehr als die Hälfte des Zuwachses. Chinesische Anbieter wie Temu und Shein kommen zusammen bereits auf bis zu 3,3 Milliarden Euro Umsatz. Temu wächst dreistellig, Shein schafft erstmals den Sprung in die Top Ten der größten deutschen Online-Shops. Gleichzeitig verschiebt sich der Umsatz weiter auf Marktplätze. Sie stehen inzwischen für 57 Prozent des E-Commerce-Volumens. Die 100 größten Shops vereinen rund 71 Prozent des Marktes auf sich.
Zusätzliche Dynamik bringt der Online-Lebensmittelhandel. Rewe steigert seinen Digitalumsatz mit Lebensmitteln um mehr als 33 Prozent auf etwa eine Milliarde Euro und zählt damit zu den Top Ten im E-Commerce. Verbraucher erledigen immer mehr Alltagskäufe online. Bis 2026 sollen rund 70 Prozent der Kunden regelmäßig digital einkaufen. Für mittelständische Händler bedeutet das: Ohne Präsenz auf Marktplätzen sinkt die Sichtbarkeit. Gleichzeitig entstehen Chancen in klar definierten Nischen und mit spezialisierten Online-Konzepten. Wer in belastbare E-Commerce-Infrastruktur, integrierte Marktplatz-Anbindungen und Datenanalyse investiert, kann von der laufenden Marktbereinigung profitieren und sich gezielt auf profitable Kundensegmente konzentrieren.
Türkische Zentralbank senkt Leitzins – Risiken für Inflation bleiben hoch
Die türkische Zentralbank hat den Leitzins zum fünften Mal in Folge gesenkt. Er liegt nun bei 37 Prozent und damit leicht über den Erwartungen der Analysten. Ziel ist es, Kredite zu verbilligen und die wirtschaftliche Aktivität zu stützen. Gleichzeitig bleibt die Inflation mit zuletzt 30,9 Prozent hoch, auch wenn sie deutlich unter dem Höchststand von 64,7 Prozent im Jahr 2023 liegt. Die Notenbank peilt mittelfristig 5 Prozent an, spricht jedoch selbst von einem langen Anpassungsprozess.
Viele Analysten bezweifeln die optimistischen Inflationsprognosen der Zentralbank und verweisen auf steigende Löhne und Preissprünge zum Jahreswechsel. Sie rechnen mit weiteren Zinssenkungen im Laufe des Jahres auf 25 bis 28 Prozent, warnen aber vor einer zu schnellen Lockerung, die den erreichten Inflationsrückgang gefährden könnte. Für deutsche Mittelständler mit Engagement in der Türkei bleibt das Umfeld schwierig. Hohe, wenn auch sinkende Inflation, ein schwankungsanfälliges Preisniveau und weiterhin teure Finanzierung belasten Investitionen, Exportkalkulationen und die Planbarkeit von Projekten.
Blue Origin plant Hochleistungs-Satellitennetz für Geschäftskunden
Blue Origin steigt mit dem Projekt TeraWave in den Markt für Satelliteninternet ein und zielt dabei klar auf Unternehmen, Rechenzentren und staatliche Stellen. Vorgesehen sind mehr als 5.000 Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen sowie zusätzliche Einheiten in mittleren Höhen, die per Laser miteinander kommunizieren. So sollen Datenraten von bis zu 144 Gigabit pro Sekunde in niedrigen und bis zu sechs Terabit pro Sekunde in mittleren Umlaufbahnen möglich werden. Das Netz soll symmetrische Up- und Download-Geschwindigkeiten liefern und ist auf rund 100.000 Kunden ausgelegt. Der Aufbau soll Ende 2027 starten.
Im Fokus stehen Anwendungen mit sehr hohen Datenmengen und Anforderungen an Ausfallsicherheit, etwa Rechenzentren und kritische Infrastruktur, aber auch Regionen mit schlechter Glasfaseranbindung. TeraWave positioniert sich damit als Premiumangebot für B2B- und Regierungsaufträge und nicht als Massenprodukt für Endkunden. SpaceX bleibt mit Starlink und derzeit rund 9.000 Satelliten zwar Marktführer, zielt aber stärker auf Privatkunden. Europa versucht mit dem Satellitenprojekt Iris² gegenzuhalten, liegt beim Ausbauvolumen und beim Zeitplan jedoch deutlich hinter den US-Anbietern. Die Abhängigkeit von amerikanischen Systemen in der digitalen Infrastruktur dürfte damit vorerst bestehen bleiben.
Mindestlohn 2026: Millionen Jobs betroffen, Mittelstand unter Anpassungsdruck
Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum Jahreswechsel 2026 auf 13,90 Euro und 2027 weiter auf 14,60 Euro. Laut Statistischem Bundesamt liegen heute knapp zwölf Prozent aller Arbeitsverträge unter der neuen Schwelle, bis zu 4,8 Millionen Jobs sind damit direkt betroffen. Besonders profitieren Frauen, Beschäftigte in Ostdeutschland sowie Branchen mit vielen Niedriglohnbeschäftigten wie Gastronomie, Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Bei Vollzeit ergibt sich ab 2026 ein Monatsbrutto von rund 2.407 Euro statt bislang etwa 2.217 Euro.
Für viele mittelständische Betriebe bedeutet die Erhöhung spürbar steigende Personalkosten. Laut Deutscher Industrie- und Handelskammer ist jedes zweite Unternehmen direkt oder indirekt betroffen, ein Viertel zahlte bislang unterhalb der alten Mindestlohngrenze. Die zweistufige Anhebung soll die Belastung abfedern, bleibt aber mit insgesamt knapp 14 Prozent über zwei Jahre die kräftigste sozialpartnerschaftlich vereinbarte Steigerung seit Einführung des Mindestlohns. Parallel steigen die Minijob-Grenzen auf 603 Euro (2026) und 633 Euro (2027), wodurch Minijobber mehr Stunden leisten können. Mittelständler sollten ihre Lohnstrukturen, Personaleinsatzplanung und den Einsatz von Automatisierung oder Prozessoptimierung jetzt gezielt überprüfen.
Quellen
https://wortfilter.de/wer-im-onlinehandel-2026-waechst-und-wer-verliert/
https://webstollen.de/e-commerce-waechst-2025-auf-neues-rekordniveau/
https://www.boersenblatt.net/news/onlinehandel-gewinnt-2025-wieder-dynamik-402313
https://www.doofinder.com/de/blog/ecommerce-statistik
https://einzelhandel.de/online-monitor
https://www.gabot.de/ansicht/ifh-koeln-onlinehandel-2025-wieder-dynamischer-438608.html
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/20401624-dax-sucht-halt
https://www.aktiencheck.de/kolumnen/Artikel-DAX_sucht-19392553
https://de.tradingeconomics.com/turkey/interest-rate
https://de.tradingeconomics.com/turkey/inflation-cpi
https://www.gtai.de/de/trade/tuerkei-wirtschaft/wirtschaftsausblick
https://www.it-boltwise.de/trump-zieht-strafzoll-drohung-zurueck-erleichterung-im-autosektor.html
https://www.businessinsider.de/wirtschaft/strafzoelle-von-trump-deutsche-autobauer-schlagen-alarm/
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/boerse-finanzmaerkte-trump-zoelle-auto-dax-100.html
https://www.drklein.de/immobilienpreise.html
https://calvest.de/immobilienmarkt-2026-die-5-gewinnerstaedte-fuer-ihr-investment/
https://www.schwaebisch-hall.de/ratgeber/immobilie-kaufen/immobilienpreise.html
https://www.immobilienscout24.de/wissen/verkaufen/preiskommentar.html
https://immoheld.com/wissen/immo-ranking-top-7/
https://www.flugrevue.de/raumfahrt/terawave-konstellation-blue-origin-plant-starlink-konkurrenz/
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/bezos-musk-satelliten-weltall-100.html
https://www.dgb.de/service/ratgeber/mindestlohn/
https://www.tophotel.de/mindestlohnerhoehung-auswirkungen-auf-betriebe-und-beschaeftigte-379151/
https://www.absolventa.de/karriereguide/arbeitsentgelt/mindestlohn
https://www.informationsportal.de/hkk/mindestlohn-2026-minijob/
https://www.informationsportal.de/mindestlohn-2026-minijob/
https://www.minijob-zentrale.de/DE/die-minijobs/minijob-mit-verdienstgrenze
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/mindestlohn-steigt-2391010
https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/mindestlohn-2026-2027-160819/
https://www.aok.de/fk/jahreswechsel/aenderungen-bei-minijobs/
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/mindestlohn-faq-1688186
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