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Berliner Drohnenhersteller wächst mit Sicherheits- und Verteidigungsnachfrage

Der Berliner Drohnenhersteller Germandrones hat sich mit einem modularen Ansatz zu einem bedeutenden Anbieter für Sicherheitsanwendungen entwickelt. Statt alles selbst zu konstruieren, kombiniert das Unternehmen verfügbare Bauteile zu flexibel anpassbaren Systemen. Kernprodukt ist die VTOL-Drohne Songbird, die bis zu 4,4 Kilogramm Nutzlast trägt, mehr als 110 Kilometer Reichweite erzielt und dank Kamera- und Wärmebildtechnik für Überwachung und Vermessung eingesetzt wird. Die Systeme arbeiten weitgehend automatisiert und benötigen keine speziellen Start- oder Landeplätze.

Seit Anfang 2024 treibt vor allem die starke Nachfrage aus der Ukraine das Wachstum. Gemeinsam mit dem Partner PERUN fertigt und wartet Germandrones inzwischen einen großen Teil der Drohnen direkt vor Ort, was Reparaturen und Upgrades beschleunigt. Mehr als 500 Songbird-Drohnen wurden binnen eines Jahres geliefert, ergänzt um Ausbildung und Service. Parallel entsteht mit der taktischen Phoenix-FPV-Drohne und dem Joint Venture Ragnarök ein erweitertes Produktportfolio. Der Umsatz liegt im oberen zweistelligen Millionenbereich, neue Standorte im Ausland sind geplant, da Tegel zu klein geworden ist. Komplexe Entwicklungen wie Abfangdrohnen mit KI-Sensorik werden aus Kostengründen in der Ukraine getestet, weil die Regulierung in Deutschland als zu aufwendig gilt.

BGH verhandelt über mögliche Klimapflichten für BMW und Mercedes

Der Bundesgerichtshof prüft, ob große Industrieunternehmen auch ohne ausdrückliche gesetzliche Vorgaben zu schärferen Klimaschutzmaßnahmen verpflichtet werden können. Grundlage sind Klagen der Deutschen Umwelthilfe gegen BMW und Mercedes-Benz. Die Organisation will erreichen, dass beide Hersteller ab November 2030 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr verkaufen dürfen. Juristisch stützt sich die DUH auf das allgemeine Persönlichkeitsrecht ihrer Geschäftsführer und auf die Klimaschutz-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 2021. Während Karlsruhe damals den Staat in die Pflicht nahm, geht es nun um die Frage, ob auch private Großemittenten direkte Grundrechtsverpflichtungen treffen können. Die Autohersteller verweisen dagegen auf die Zuständigkeit des Gesetzgebers und warnen davor, dass Gerichte politische Abwägungen ersetzen.

Für den Mittelstand ist das Verfahren richtungsweisend. Es könnte klären, ob künftig nicht nur staatliche Vorgaben, sondern auch individuelle Klagen von Bürgern und Verbänden Klimastrategien von Unternehmen erzwingen können. Das erhöht den Druck auf alle Branchen mit hohem CO2-Ausstoß, eigene Klimaziele belastbar zu hinterlegen und transparent zu machen. Die Entscheidung, die für den 23. März angekündigt ist, dürfte weit über die Autoindustrie hinaus Signalwirkung entfalten. Unabhängig vom Ausgang spricht vieles dafür, dass Klimaklagen gegen Unternehmen zunehmen und dass bloße Gesetzestreue strategisch nicht mehr ausreicht, wenn Investoren, Kunden und Gerichte ambitioniertere Pfade verlangen.

Infrastruktur-Sondervermögen: 2026 bringt den Investitionsschub

Das 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität kommt nur schleppend in Gang, soll aber 2026 erstmals spürbare Wirkung entfalten. Der Bund plant dann Ausgaben von knapp 59 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen, mehr als doppelt so viel wie 2025. Insgesamt sollen die Bundesinvestitionen auf rund 120 Milliarden Euro steigen. Schwerpunkte sind Verkehr, Digitalisierung, Krankenhäuser, Wohnungsbau, Forschung und Energie. Besonders stark wächst der Ansatz für die Schiene, Autobahnbrücken und Tunnel. Für mittelständische Firmen aus Bau, Handwerk, Verkehr, IT und Energietechnik ergeben sich damit ab 2026 deutlich bessere Auftragschancen, allerdings mit Vorlauf- und Planungszeit.

Zugleich wächst die Kritik, dass ein erheblicher Teil der Mittel nicht zusätzlich, sondern zur Stopfung von Haushaltslücken genutzt wird. Investitionen in Krankenhäuser oder die Bahn ersetzen teils reguläre Etats von Bund, Ländern und Krankenkassen, statt echte Mehrausgaben zu sein. Die Grünen sehen damit das im Grundgesetz verankerte Zusätzlichkeitsversprechen ausgehöhlt. Verzögerungen durch Planung, Genehmigungen und Ausschreibungen bremsen den Mittelabfluss zusätzlich. Für Unternehmen heißt das: Die Investitionswelle kommt später und weniger wuchtig als angekündigt, bleibt aber substanziell. Wer Kapazitäten und Know-how rechtzeitig aufbaut und sich professionell um Ausschreibungen kümmert, kann von der auf Schulden finanzierten Investitionsoffensive profitieren, trägt aber indirekt das Risiko einer wirtschaftspolitischen Wette auf Wachstum und stabile Zinsen.

Quellen

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https://hardthoehenkurier.de/takeoff-fuer-germandrones-berlin-tegel/

https://esut.de/2024/05/meldungen/49409/germandrones-entwickelt-drohnen-fuer-sicherheitsanwendungen/

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https://www.deutschlandfunk.de/ki-firma-anthropic-will-pentagon-uneingeschraenkte-nutzung-verweigern-102.html

https://www.deutschlandfunk.de/openai-betont-nach-vereinbarung-mit-us-militaer-strenge-sicherheitsregeln-100.html

https://www.n-tv.de/wirtschaft/OpenAI-Chef-verkuendet-KI-Deal-mit-Pentagon-id30415400.html

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/anthropic-openai-pentagon-trump-100.html

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