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Photo by Jonathan Kemper / Unsplash

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OpenAI testet Werbeanzeigen in der kostenfreien Version von ChatGPT sowie im neuen Abonnement ChatGPT Go. Die erste Testphase läuft in den Vereinigten Staaten. Langfristig ist eine Ausweitung auf weitere Märkte denkbar. Der Schritt stellt einen einschneidenden Wendepunkt für das Unternehmen dar.

Wie die Anzeigen funktionieren

Die Werbung erscheint am Ende der ChatGPT-Antworten und wird nur gezeigt, wenn sie zum jeweiligen Gesprächsthema passt. Betroffene Nutzer sind die kostenlose Version und Abonnenten des Go-Tarifs, der acht Euro monatlich kostet. Höherwertige Abonnements wie Plus oder professionelle Versionen bleiben werbefrei. Dies soll Anreize schaffen, zu teureren Tarifen zu wechseln.

OpenAI nennt hohe Kosten für Rechenzentren und Energie als Hintergrund der Entscheidung. Bisher flossen die Einnahmen vor allem durch Abonnements und API-Zugänge. Da die meisten Nutzer die kostenlose Variante verwenden, lag der Anteil an Premium-Nutzern bei wenigen Prozent. Die Werbung soll diese Lücke schließen.

Das Unternehmen betont Vertraulichkeit: Gesprächsinhalte bleiben privat und gehen nicht an Werbetreibende. Die Antworten des Chatbots werden unabhängig von Anzeigen generiert. Nutzer können Personalisierungseinstellungen anpassen und Werbeinformationen löschen. Besonders sensible Themen wie Gesundheit, psychische Gesundheit oder Politik bleiben von Werbung ausgeschlossen. Minderjährige Nutzer erhalten keine Anzeigen.

Hintergrund, Perspektiven und Auswirkungen

Der Schritt markiert einen Paradigmenwechsel. OpenAI-Chef Sam Altman hatte Werbung in ChatGPT bislang abgelehnt und vor einer dystopischen Zukunft gewarnt. Die neue Position argumentiert, dass KI-gestützte Werbung anders funktionieren könne als herkömmliche Modelle. ChatGPT solle sich durch die Qualität der Antworten Vertrauen schaffen, statt durch Ablenkung.

Für mittelständische Unternehmen ist die Entwicklung aus mehreren Gründen relevant. Sie müssen entscheiden, ob Mitarbeiter künftig die werbefreie Premium-Version nutzen oder die kostenlose Variante mit Anzeigen bevorzugen. Gleichzeitig eröffnet sich ein neuer Werbekanal: Firmen könnten Produkte direkt in ChatGPT bewerben, wenn Nutzer zu relevanten Themen fragen. Ob und wann diese Formate in Deutschland verfügbar sind, steht noch nicht fest. Die Testphase läuft derzeit nur in den USA.

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