zum Inhalt

Neue Dresdner Bahn verbessert BER-Anbindung und schafft neue Geschäftschancen

Photo by Oliver Sand / Unsplash

Inhaltsverzeichnis

Nach fast drei Jahrzehnten Planung geht am 14. Dezember die Dresdner Bahn in Betrieb. Das 1,2 Milliarden Euro teure Projekt schließt eine lange Lücke im Schienennetz zwischen Berlin und Brandenburg. Für technische Entscheider im Mittelstand bedeuten die Änderungen nicht nur kürzere Fahrzeiten zum Flughafen BER, sondern auch veränderte Mobilitätsmuster, die Standortplanung und Lieferketten beeinflussen können.

Die Strecke zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde ermöglicht erstmals seit den 1950er Jahren wieder getrennte Gleise für Regional- und Fernzüge. Das ist ein wesentlicher Schritt für mehr Kapazität und Pünktlichkeit.

Die schnellste Neuerung betrifft die Anbindung an den Flughafen BER. Der Flughafen-Express FEX benötigt künftig 23 Minuten vom Berliner Hauptbahnhof statt 45 Minuten. Darüber hinaus fährt er im 15-Minuten-Takt, was besonders für Unternehmen mit häufigen Geschäftsreisen relevant ist.

Parallel startet die neue Linie RE20. Sie verbindet Eberswalde und Bernau direkt mit dem Flughafen. Für die Spreewald-Region entsteht so erstmals eine umsteigefreie Verbindung zum BER. Das bietet lokalen Unternehmen klare Wettbewerbsvorteile im internationalen Geschäft.

Für Pendler wandeln sich die Ströme deutlich. Lichtenberg und Hohenschönhausen erhalten durch RB24 und RB32 erstmals Direktverbindungen zum Flughafen. Spandau und Wedding verlieren direkte Verbindungen, sodass Reisende künftig am Potsdamer Platz umsteigen müssen. Die S-Bahn passt ihr Netz an: Die Linie S45 entfällt, stattdessen wird die S46 bis Südkreuz verlängert.

Unternehmen in betroffenen Stadtteilen sollten früh prüfen, wie sich die neuen Routen auf die Erreichbarkeit ihrer Standorte auswirken. Besonders Betriebe mit Schichtdiensten oder externen Dienstleistern sind betroffen.

Langfristig eröffnet die Dresdner Bahn neue Perspektiven für Gewerbeentwicklungen. Die reduzierten Fahrzeiten machen Regionen wie Blankenfelde oder Rangsdorf attraktiver für Logistikzentren, da Anschlusszeiten zum BER deutlich kürzer sind. Zudem profitieren Unternehmen in Brandenburger Vororten von dem ganztägigen Stundentakt des RE20. Für Entscheider, die über Standorterweiterungen nachdenken, lohnt sich eine Analyse der neuen Verkehrsachsen. Die Strecke wird bis 2026 weiter optimiert, unter anderem durch die Generalsanierung der Linie Hamburg–Berlin.

Gewinnen Sie neue Kunden über das Maschinen Journal
MJ Image

Das Maschinen Journal erreicht jeden Monat tausende Entscheider aus dem industriellen Mittelstand. Nutzen Sie unsere Reichweite, um Ihre Produkte genau dort zu platzieren, wo Kaufentscheidungen entstehen.

Sie wollen mehr Anfragen erzielen?

→ Jetzt Artikel anfragen

Aktuelles

Porsche verkauft MHP an Tata und baut digitale Partnerschaft aus

Porsche verkauft MHP an Tata und baut digitale Partnerschaft aus

Porsche veräußert seine hundertprozentige Tochter MHP. MHP ist auf Management- und IT-Beratung spezialisiert und hat ihren Sitz in Ludwigsburg. Neuer Eigentümer wird Tata Consultancy Services. Der Vertrag wurde am 24. August unterzeichnet. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt kartell- und aufsichtsrechtlicher Genehmigungen. In den kommenden Monaten wird der Abschluss

Dulgers Forderung nach einer Wochenhöchstarbeitszeit

Dulgers Forderung nach einer Wochenhöchstarbeitszeit

Der Präsident der Arbeitgeberverbände, Rainer Dulger, setzt auf eine neue Arbeitszeitregel. Die wöchentliche Höchstarbeitszeit soll 48 Stunden betragen. Er hält die bisherige Achtstundenregel für veraltet und wettbewerbsfeindlich. Wochenmodelle würden mehr Flexibilität für Unternehmen und Beschäftigte bringen. Dulger betont, dass niemand zu extrem langen Tagen gezwungen wird. Der Gesundheitsschutz bleibe wichtig.

EU-Rekordstrafe gegen AliExpress

EU-Rekordstrafe gegen AliExpress

Die EU-Kommission hat dem chinesischen Onlinehändler AliExpress eine Geldbuße von 550 Millionen Euro auferlegt. Das ist die bislang höchste Strafe im Rahmen des Gesetzes über digitale Dienste. Für deutsche Mittelständler bedeutet dies eine klare Botschaft: Der Onlinehandel mit günstigen Importwaren wird stärker reguliert. Die Verantwortung für Produktsicherheit wird deutlich zugeordnet.