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Gleichstellung am Arbeitsmarkt: Lohnlücke bleibt 2025 bei 16 Prozent

Photo by Mark König / Unsplash

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Das Statistische Bundesamt hat aktuelle Zahlen zur Lohnlücke zwischen den Geschlechtern in Deutschland veröffentlicht. Demnach verdienen Frauen im Jahr 2025 durchschnittlich 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Der Bruttostundenverdienst liegt bei 22,81 Euro für Frauen und 27,05 Euro für Männer. Daraus ergibt sich eine Differenz von 4,24 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keine Verbesserung. Der unbereinigte Gender Pay Gap stagniert auf diesem Niveau seit 2024.

Regionale und branchenspezifische Unterschiede

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen Ost- und Westdeutschland. In den östlichen Bundesländern liegt die Lücke bei rund fünf Prozent. Im Westen beträgt sie 17 Prozent. Auch der Wirtschaftsbereich beeinflusst das Ausmaß: Im öffentlichen Dienst liegt der Unterschied bei vier Prozent, in der Privatwirtschaft bei 17 Prozent. Diese Unterschiede verdeutlichen, wie strukturelle Faktoren wie Branchenzugehörigkeit und regionale Arbeitsmarktbedingungen die Entgeltungleichheit prägen.

Warum bleibt die Lücke bestehen?

Rund 60 Prozent der Lohnunterschiede lassen sich durch Faktoren erklären. Dazu zählen häufiger Teilzeitarbeit von Frauen, Branchen mit niedrigerer Bezahlung und niedrigere berufliche Anforderungsniveaus. Frauen arbeiten überdurchschnittlich häufig in Pflege-, Erziehungs- oder Verwaltungsberufen, die branchenüblich schlechter bezahlt werden. Erwerbsunterbrechungen durch Kindererziehung oder Pflegeaufgaben wirken sich langfristig auf Karrierewege aus. Der verbleibende Anteil von 40 Prozent entspricht einem bereinigten Gender Pay Gap von sechs Prozent. Dieser Wert gilt als Obergrenze möglicher geschlechtsspezifischer Diskriminierung, da er auch bei vergleichbarer Qualifikation, Tätigkeit und Berufserfahrung besteht.

Seit 2014 hat sich der unbereinigte Gender Pay Gap von 22 auf 16 Prozent verringert. Der bereinigte Wert stagniert seit einem Jahrzehnt bei sechs Prozent. Bei Expertenpositionen ist die Lücke mit 20,9 Prozent besonders deutlich, bei Fachkräften liegt sie bei 6,5 Prozent. Für mittelständische Unternehmen bedeutet dies: Die systematische Unterbewertung weiblicher Fachkräfte in Führungs- und Spezialistenrollen schwächt die Wettbewerbsfähigkeit. Flexible Arbeitsmodelle, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie transparente Gehaltsstrukturen könnten dem entgegenwirken.

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