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dm startet Online-Apotheke vor Weihnachten

Photo by Árpád Czapp / Unsplash

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dm bereitet den Start der Online-Apotheke dm med vor. Aus Unternehmenskreisen ist zu hören, dass das Angebot am 16. Dezember 2025 live gehen soll. Noch vor Weihnachten erweitert dm das Sortiment um rezeptfreie Arzneimittel wie Schmerzmittel und Allergiemedikamente. Diese Produkte gab es bisher nur in stationären Apotheken. Die Abwicklung erfolgt über eine tschechische Versandapotheke, um regulatorische Vorgaben zu erfüllen. Das Ziel ist, den Zugang zu Gesundheitsprodukten zu erleichtern, betont dm-Chef Christoph Werner. Gleichzeitig betont das Unternehmen, keine Konkurrenz zu bestehenden Apotheken sein zu wollen, sondern die Versorgung in Deutschland zu verbessern.

Gezielter Ausbau im Gesundheitsmarkt

dm setzt bei der neuen Online-Apotheke auf eine enge Verzahnung mit der bestehenden digitalen Infrastruktur. Kunden können Bestellungen über die dm App oder die Website tätigen und erhalten Zugriff auf Funktionen wie digitale Wechselwirkungsprüfungen oder Benachrichtigungen bei Produktverfügbarkeit. Zudem testet das Unternehmen sechs Abholstationen, an denen Medikamente rund um die Uhr abgeholt werden können. Diese sollen künftig den Versand ergänzen. Interne Schätzungen gehen von einem dreistelligen Millionenumsatz aus, weil sich das Sortiment zunächst auf stark nachgefragte OTC-Produkte konzentriert. Verschreibungspflichtige Medikamente bleiben ausdrücklich außerhalb des Angebots.

Regulatorische Hürden und strategische Verzögerungen

Der Weg zur Online-Apotheke verlief nicht reibungslos. Ursprünglich war ein Start bereits für den Sommer 2025 vorgesehen, doch behördliche Genehmigungen in Tschechien führten zu Verzögerungen. Erst kürzlich erteilte die zuständige Behörde die Betriebserlaubnis für die Apotheke dm med LÉKÁRNA in Bor, die den Versand ins Ausland ermöglicht. dm nutzt bewusst den tschechischen Standort, um EU-weite Versandregeln zu nutzen, die in Deutschland strenger sind. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen angepasst, um den Arzneimittelverkauf rechtlich abzusichern. Intern gilt die Zuversicht, dass alle Hürden bis zum Starttermin genommen sind, während die finale Freigabe für den deutschen Markt noch aussteht.

Kritik aus der Apothekerschaft und Unternehmensantwort

Der Deutsche Apothekerverband warnt vor unscharfen Abgrenzungen zwischen Drogeriemarkt und Apotheke. Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Hubmann betont, dass hochwirksame Medikamente nur fachkundig abgegeben werden dürften. Besonders bei Selbstmedikation bestehe die Gefahr falscher Entscheidungen ohne persönliche Beratung. dm entgegnet, die digitale Plattform biete umfassende Informationen und KI-gestützte Chatbots, die sogar detaillierter seien als im stationären Handel. Geschäftsführer Sebastian Bayer betont, dass der Schritt eine logische Reaktion auf Kundenwünsche sei: Viele Nutzer suchen gezielt nach Gesundheitsprodukten auf der dm Website.

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