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Bundeswehr modernisiert stärkste Fernwaffe Taurus Neo

Photo by Touko Aikioniemi / Unsplash

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Die Bundeswehr modernisiert ihre leistungsstärkste Fernwaffe. Der Marschflugkörper Taurus Neo soll deutlich leistungsfähiger werden. Das Verteidigungsministerium plant eine umfassende Modernisierung des KEPD-350-Systems, um die Abschreckungsfähigkeit der Nato langfristig zu sichern.

Technologie aus der Jahrtausendwende wird erneuert

Der Taurus KEPD-350 gilt als die stärkste Fernwaffe im Arsenal der Bundeswehr. Das Verteidigungsministerium investiert rund 450 Millionen Euro in die grundlegend moderne des Marschflugkörpers. Mit dem Taurus Neo soll eine Waffe entstehen, die den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird und die Abschreckung der Nato erhöht.

Der etwa fünf Meter lange Flugkörper wurde ab dem Jahr 2005 eingeführt. Mit einer Reichweite von rund 500 Kilometern kann er Ziele aus großer Distanz treffen, ohne dass das Trägerflugzeug in feindlichen Luftraum eindringen muss. Das Gefechtskopfsystem Mephisto wiegt rund 480 Kilogramm und durchdringt selbst gehärtete Zielstrukturen wie Bunkeranlagen oder Kommandozentralen. Das Waffensystem verfügt über vier unabhängige Navigationssysteme, die es zuverlässig zum Ziel führen, auch wenn gegnerische Störmaßnahmen versuchen, es abzulenken.

Die bislang verwendete Elektronik- und Navigationstechnik stammt aus der Jahrtausendwende. Die geplanten Verbesserungen zielen darauf ab, diese Systeme auf den neuesten Stand zu bringen. Die Bundeswehr hält Details zurück, doch Fachkreise rechnen mit moderner Elektronik, verbesserten Navigationsfähigkeiten und möglicherweise erhöhter Reichweite. Täuschkörper gegen Abfangraketen sowie Optimierungen am Antrieb sind denkbar.

Bestand muss wieder einsatzbereit gemacht werden

Die Bundeswehr lagert nach Angaben aus Industriekreisen rund 600 Taurus-Marschflugkörper. Zum Beginn des Ukraine-Krieges waren davon nur etwa 150 einsatzbereit. Aus Kostengründen wurde die Wartung des Restbestands vernachlässigt. Diese Arbeiten werden derzeit nachgeholt, sodass wieder mehr als die Hälfte der Flotte operativ verfügbar sein soll. Bis 2045 soll der Bestand dauerhaft modernisiert bleiben.

Zusätzlich zur Instandhaltung will die Bundeswehr den Taurus-Vorrat erweitern. Am Jahresende sind weitere Bestellungen vorgesehen. Die neuen Marschflugkörper sollen in einer neuen Fertigungslinie produziert werden, die MBDA, der Hersteller, errichten wird. Ein Exemplar des ursprünglichen Taurus kostete 2005 rund eine Million Euro. Die Kosten für den modernisierten Taurus Neo dürften deutlich höher ausfallen.

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