zum Inhalt

Ver.di ruft zu Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr auf

Photo by Kai Damm-Jonas / Unsplash

Inhaltsverzeichnis

Die Gewerkschaft Ver.di hat neue Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr angekündigt. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband. Die Gespräche schienen sich zuletzt zu verbessern, doch ein Tarifabschluss blieb aus. Ver.di will mit weiteren Streiks Druck auf die Verhandlungen ausüben.

Auswirkungen auf den Betriebsablauf

Für Mittelständler, die auf den ÖPNV angewiesen sind, bringt der Streik erhebliche Störungen. Die Arbeitsniederlegungen verteilen sich über die Woche an verschiedenen Standorten. In Augsburg fallen Busse und Straßenbahnen aus. In Nürnberg gibt es ganztägig Ausfälle des Fahrdienstes, auch U-Bahnen sind betroffen. Landshut und weitere Städte stehen auf der Liste. Unternehmen in diesen Regionen sollten Logistik und Mobilität neu planen. München bleibt vorerst verschont, damit die Arbeiten an der S-Bahn-Stammstrecke nicht behindert werden. Die Notdienstregel sorgt dafür, dass bei Defekten keine Fahrzeuge ohne Fahrgäste unterwegs bleiben.

Strittige Punkte beim Tarifstreit

Der Tarifvertrag Nahverkehr betrifft rund 9.000 Beschäftigte in 20 Kommunen. Ver.di fordert 35 Stunden pro Woche statt 38,5 Stunden und höhere Löhne. Der Arbeitgeberverband bot eine Lohnsteigerung von über neun Prozent und eine Reduzierung der Arbeitszeit auf 37,5 Stunden ab 2029 an. Ver.di findet dieses Angebot unzureichend. Die Gewerkschaft signalisierte Kompromissbereitschaft. Sie bot niedrigere Lohnforderungen im Gegenzug für längere Laufzeiten an. Eine Einigung ist noch offen. Das nächste Verhandlungstreffen ist für den 15. April geplant.

Gewinnen Sie neue Kunden über das Maschinen Journal
MJ Image

Das Maschinen Journal erreicht jeden Monat tausende Entscheider aus dem industriellen Mittelstand. Nutzen Sie unsere Reichweite, um Ihre Produkte genau dort zu platzieren, wo Kaufentscheidungen entstehen.

Sie wollen mehr Anfragen erzielen?

→ Jetzt Artikel anfragen

Aktuelles

Warum bezahlte Werbeanzeigen und soziale Medien für den technischen Mittelstand an Bedeutung gewinnen

Warum bezahlte Werbeanzeigen und soziale Medien für den technischen Mittelstand an Bedeutung gewinnen

Viele Industrieunternehmen im Mittelstand haben ihren Vertrieb über Jahre auf denselben tragenden Säulen aufgebaut. Dazu gehören persönliche Empfehlungen, langjährige Kontakte, Messen, bestehende Kundenbeziehungen und ein gewisser Ruf im Markt, der über die Zeit gewachsen ist. Dieses Fundament hat in vielen Fällen gut funktioniert. Gerade im Maschinenbau, in der Automatisierung und

SpaceX bereitet sich auf Mega-Börsengang vor

SpaceX bereitet sich auf Mega-Börsengang vor

Das Raumfahrtunternehmen SpaceX, hinter dem der Unternehmer Elon Musk steht, plant den Sprung auf dem Aktienmarkt. Berichte von Finanzmedien, die sich auf Insider berufen, bestätigen, dass ein vertraulicher Antrag bei der US-Börsenaufsicht vorliegt. Ein Börsengang könnte bereits im Juni 2026 erfolgen und wäre der größte seiner Art in der Geschichte.

Tagesthemen vom 26.03.2026

Chemie-Tarifabschluss: Lohnpause jetzt, mehr Geld und Jobschutz ab 2027 Die Chemie- und Pharmaindustrie hat sich auf einen neuen Flächentarifvertrag bis Ende Mai 2028 geeinigt. Die Löhne bleiben bis Ende 2026 stabil. Ab Januar 2027 steigen sie um 2,1 Prozent, ab Januar 2028 um weitere 2,4 Prozent. Unternehmen mit

Chemie und Pharma einigen sich auf Tarifvertrag mit Fokus auf Jobsicherung

Chemie und Pharma einigen sich auf Tarifvertrag mit Fokus auf Jobsicherung

Die Chemie- und Pharmaindustrie hat sich auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Er sieht Lohnerhöhungen sowie Maßnahmen zur Jobsicherung vor. Nach zwei Verhandlungstagen einigten sich die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) auf ein Modell, das die Branche durch die gegenwärtige Krise führen soll. Der Tarifvertrag