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Die Gewerkschaft Ver.di hat neue Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr angekündigt. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband. Die Gespräche schienen sich zuletzt zu verbessern, doch ein Tarifabschluss blieb aus. Ver.di will mit weiteren Streiks Druck auf die Verhandlungen ausüben.
Auswirkungen auf den Betriebsablauf
Für Mittelständler, die auf den ÖPNV angewiesen sind, bringt der Streik erhebliche Störungen. Die Arbeitsniederlegungen verteilen sich über die Woche an verschiedenen Standorten. In Augsburg fallen Busse und Straßenbahnen aus. In Nürnberg gibt es ganztägig Ausfälle des Fahrdienstes, auch U-Bahnen sind betroffen. Landshut und weitere Städte stehen auf der Liste. Unternehmen in diesen Regionen sollten Logistik und Mobilität neu planen. München bleibt vorerst verschont, damit die Arbeiten an der S-Bahn-Stammstrecke nicht behindert werden. Die Notdienstregel sorgt dafür, dass bei Defekten keine Fahrzeuge ohne Fahrgäste unterwegs bleiben.
Strittige Punkte beim Tarifstreit
Der Tarifvertrag Nahverkehr betrifft rund 9.000 Beschäftigte in 20 Kommunen. Ver.di fordert 35 Stunden pro Woche statt 38,5 Stunden und höhere Löhne. Der Arbeitgeberverband bot eine Lohnsteigerung von über neun Prozent und eine Reduzierung der Arbeitszeit auf 37,5 Stunden ab 2029 an. Ver.di findet dieses Angebot unzureichend. Die Gewerkschaft signalisierte Kompromissbereitschaft. Sie bot niedrigere Lohnforderungen im Gegenzug für längere Laufzeiten an. Eine Einigung ist noch offen. Das nächste Verhandlungstreffen ist für den 15. April geplant.
