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Russische DDoS-Kampagne: Bahnangriff zeigt neue Qualität der Cyberbedrohung
Der jüngste Cyberangriff auf die Deutsche Bahn war Teil einer koordinierten Kampagne der russischen Hackergruppe NoName05716 gegen mehrere NATO-Staaten. Die Gruppe setzt gezielt DDoS-Attacken ein, um kritische Infrastrukturen zu überlasten und Vertrauen in staatliche und öffentliche Systeme zu erschüttern. Die Angriffe haben sich technisch weiterentwickelt. Herkömmliche Schutzmechanismen greifen zunehmend zu kurz. Betroffene Unternehmen müssen in teure neue Abwehrstrukturen investieren.
Das Vorgehen knüpft an Taktiken aus dem Ukraine-Krieg an, wird nun aber flächendeckend gegen westliche Unterstützerstaaten eingesetzt. Neben Deutschland waren unter anderem Dänemark und der Hafen Rotterdam betroffen. Die Kapazitäten der Angreifer haben deutlich zugenommen. Besonders sensibel ist die Energieversorgung, nachdem in Polen erstmals destruktive Schadsoftware auftauchte, wie sie zuvor nur in ukrainischen Kraftwerken bekannt war. Kommunen, Verwaltungen und Ministerien gelten als verwundbar. Für deutsche Unternehmen und Behörden entsteht eine doppelte Herausforderung. Sie müssen DDoS-Schutz massiv ausbauen und zugleich ihr begrenztes Sicherheitsbudget gegen neue Bedrohungen wie KI-gestützte Angriffe sinnvoll abwägen.
Automatisierung als Überlebensstrategie im schwächelnden Industriestandort Deutschland
Die deutsche Wirtschaft steckt in einer anhaltenden Schwächephase, das Wachstum bleibt im internationalen Vergleich deutlich zurück. Besonders die Industrie leidet unter geringen Auslastungen, Stellenabbau und einem pessimistischen Geschäftsklima. Hohe Energiepreise und aggressive, staatlich geförderte Konkurrenz aus China verschärfen den Druck zusätzlich. Für viele Zulieferer, etwa in der Auto- und Landmaschinenbranche, brechen Aufträge weg, während gleichzeitig der Fachkräftemangel absehbar zunimmt.
Der Mittelstand reagiert mit einem klaren Kurs: Automatisierung und Digitalisierung sollen Produktivität und Kosteneffizienz steigern. Moderne Maschinen und KI-Systeme ermöglichen mehr Output mit weniger Personal, ohne zwangsläufig Arbeitsplätze radikal abzubauen. Unternehmen investieren in Umschulung statt Entlassung und orientieren sich vom Massenmarkt hin zu hochwertigen Nischen und individuellen Lösungen. Für technische Entscheider bedeutet das: Investitionen in Fertigungstechnik, KI und digitale Prozesse sind zur Überlebensfrage geworden. Wer jetzt zögert, riskiert, im globalen Wettbewerb dauerhaft zurückzufallen.
Renault überholt VW bei der Rendite
Renault wirkt auf den ersten Blick stark angeschlagen, weil der Konzern im ersten Halbjahr 2025 einen bilanziellen Verlust von 11,2 Milliarden Euro ausweist. Auslöser ist eine außerordentliche Abschreibung von rund 9,3 Milliarden Euro auf die Beteiligung an Nissan. Operativ verdient Renault jedoch Geld. Ohne diesen Sondereffekt hätte der Hersteller einen Nettogewinn von rund 461 Millionen Euro erzielt und liegt bei der Rendite deutlich vor Volkswagen.
Treiber der Profitabilität sind vor allem die Budget-Marke Dacia und das wachsende Geschäft mit Elektro- und Hybridfahrzeugen. Dacia behauptet sich trotz chinesischer Konkurrenz, ohne große Preissprünge durchzusetzen, und die E-Auto-Verkäufe von Renault stiegen um 77 Prozent. Insgesamt legte der Absatz 2025 um 3,2 Prozent auf 2,34 Millionen Fahrzeuge zu. Volkswagen dagegen arbeitet an einer Sanierung mit milliardenschweren Einsparprogrammen, verschlankten Strukturen und einer fokussierten Modellpalette, um die Rendite der Kernmarke bis 2026 von 3,6 auf 6,5 Prozent zu steigern. Für mittelständische Zulieferer bedeutet das: Renault bleibt ein wachstumsorientierter, aber anspruchsvoller Partner, während VW vor allem auf Kostensenkung und Effizienz drängt.
Airbus wächst kräftig, doch Triebwerksmangel bremst Rekorde
Airbus hat 2025 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Der Umsatz stieg auf 73,4 Mrd. Euro, das bereinigte operative Ergebnis auf 7,1 Mrd. Euro. Mit 793 ausgelieferten Verkehrsflugzeugen erreichte der Konzern einen neuen Höchststand. Ein Auftragsbestand von 8.754 Maschinen im Wert von rund 619 Mrd. Euro sichert die Auslastung für etwa zehn Jahre. Gleichzeitig wächst die Verteidigungs- und Raumfahrtsparte um elf Prozent, die Helikoptersparte sogar um 13 Prozent, gestützt durch höhere Rüstungsausgaben und geopolitische Spannungen.
Doch der Mangel an Triebwerken von Pratt & Whitney begrenzt den weiteren Produktionshochlauf insbesondere bei der A320-Familie. Airbus-Chef Guillaume Faury kritisiert den US-Zulieferer offen und prüft rechtliche Schritte. Die Engpässe dürften bis mindestens 2027 anhalten und setzen die ambitionierten Ziele für 2026 unter Druck, 870 Flugzeuge zu liefern und das operative Ergebnis weiter zu erhöhen. Die Börse reagiert skeptisch, die Aktie fiel nach der Bilanz um rund acht Prozent. Für mittelständische Zulieferer bedeutet dies: anhaltende Unsicherheit bei Stückzahlen und Zeitplänen, aber auch Chancen durch die geplante Straffung der Lieferketten und die stärkere vertikale Integration von Airbus nach der Übernahme von Standorten des US-Zulieferers Spirit AeroSystems.
Quellen
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/deutsche-bahn-cybersicherheit-100.html
https://www.business-punk.com/tech/zuckerberg-im-zeugenstand-droht-big-tech-die-tabak-apokalypse/
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/zuckerberg-prozess-100.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/dihk-konjunktur-100.html
https://www.stern.de/news/sanierungsplan--massiver-stellenabbau-bei-db-cargo-geplant-37151912.html
https://www.deutschlandfunk.de/db-cargo-will-fast-die-haelfte-aller-jobs-streichen-100.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/db-cargo-stellenstreichungen-100.html
https://www.elektroauto-news.net/news/volkswagen-ringt-um-milliarden-einsparung
https://presse.renault.de/?p=259794
https://presse.renault.de/?p=259773
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/renault-vw-mb-100.html
https://www.flugrevue.de/zivil/airbus-kann-nicht-genug-liefern/
https://www.airliners.de/airbus-kaempft-lieferkettenproblemen-triebwerksengpaessen/85687
https://www.handelsblatt.com/dpa/flugzeugbau-airbus-rechnet-mit-rekordjahr/100201588.html
https://www.aero.de/news-51536/Airbus-uebertrifft-revidiertes-Jahresziel-bei-Auslieferungen.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/airbus-bilanz-lieferkette-100.html
